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Die Story in Kürze: Eine junge Frau wird in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Bei ihr wird Amnesie diagnostiziert, allerdings wehrt sie sich aufs heftigste gegen diese Diagnose und beharrt darauf, daß sie ihr Gedächtnis nicht verloren habe, sondern daß es ihr gestohlen worden sei. Der Chefarzt beschließt, eine Hypnosetherapie bei ihr zu beginnen. Dadurch bringt er Dinge zurück ans Tageslicht, die weit in die dunkle Vergangenheit der Klinik zurückreichen und nicht nur das Leben der jungen Frau in größte Gefahr bringen. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein früherer Arzt des Krankenhauses, der für seine fragwürdigen Experimente an den Gehirnen seiner Schützlinge berüchtigt war, eine Episode, die besonders der Chefarzt lieber vergessen würde. Doch mit der Zeit mehren sich die Hinweise, daß der gute Mann das Skalpell noch lange nicht aus der Hand gelegt hat...
Nein, ein Schlachtfest ist dieser Film keineswegs, aber sobald man sich innerlich drauf eingestellt hat, daß der Gorehound zurück in seine Hütte kriechen muss, macht "Dead Pit" richtig Spaß. Die Krankenhausatmosphäre ist ziemlich - naja, krank halt, ein geradezu klassisches Horror-Film-Irrenhaus. Die Insassen sind lustig dargestellt, könnten in puncto Bedrohlichkeit allerdings ruhig ein bisschen mehr in Richtung "Don't look into the basement" gehen. Die Lichteffekte und Kamerafahrten sind überraschend einfallsreich und wirkungsvoll eingesetzt, besonders bei den Sequenzen im alten Klinikgebäude, eine absolute Horrorbude übrigens, die bisweilen an die Irrenanstalt aus Nightmare 4/5 erinnert.
In Hinblick auf den Gore-Gehalt kann "Dead Pit" nicht wirklich punkten, empfindlichere Zeitgenossen werden bei den OP-Szenen vermutlich weiche Knie bekommen, aber für einen Zombie-Film geht es hier recht sittsam zu. Häufig legen sich einfach die Schatten der Nacht gnädig(?) über herausgerissenes Gedärm und mampfende Zombies. Wie schon eingangs erwähnt, ist das aber nicht weiter tragisch.
Streiten kann man sich tatsächlich über Sinn und Zweck der da und dort eingestreuten (Halb)Nacktszenen, wobei diese maßgeblich dazu beitragen, gelegentliche Längen in der Story zumindest zu mindern. Daher sei dem Regisseur auch verziehen, daß er seiner Hauptdarstellerin die Klamotten aus der Garderobe stibitzt hat und sie die meiste Zeit in Unterwäsche durch das Krankenhaus scheucht.
Alles in allem ein netter Zombie-Horror-Streifen mit ein paar blutigen Effekten, einer Hauptdarstellerin, die meist nur in Unterwäsche agiert und einer gelungenen Atmosphäre. Für Horror-Fans empfehlenswert, aber ein Muss ist "Dead Pit" keineswegs.

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