The Dead Pit ist Brett Leonards Regidebut und ein mehr als nur gelungener, blutiger Horrorschocker. Sonderlich viel an Budget war nicht vorhanden, doch was man da herausgeholt hat, ist wirklich klasse. Auch das Drehbuch hat er selbst verfasst.
Leider kam es nur zu einer Direct to Video Auswertung, dabei wäre der Film die Kinoausstrahlung wirklich wert gewesen. Aber er war für damals wahrscheinlich einfach zu hart, denn was Leonard hier zum Teil abfeiert ist schon ganz schön deftig. Daher wurde das 18er Tape von Splendid radikal gekürzt. Doch nun gibt es ja die Dragon DVD und ich kann jedem Horrorfan nur empfehlen sich diese DVD zuzulegen.
Inhalt:
Dr. Ramsey ( Jeremy Slate ) ist ein genialer Gehirnchirurg. Doch erbetreibt grausame Forschungen in einer Irrenanstalt und tötet massenhaft Patienten. Sein Kollege Dr. Swan kommt ihm auf die Schliche und tötet Ramsey. Sein abgelegenes Labor versiegelt er.
20 Jahre später wird eine Amnesiepatientin eingeliefert ( Cheryl Lawson ) und zu gleicher Zeit gibt es ein Erdbeben. Durch dieses Beben wird Ramsey wieder zum Leben erweckt und beginnt sich sogleich mit einer ganzen Untotenarmee grausam an Swan und seinem Gefolge zu rächen.
Brett Leonards Story ist etwas unausgegoren. Es bleibe einfach zu viele Fragen offen. Wie und warum ist Ramsey jetzt wieder auferstanden, wie hat er die Untoten geweckt. Es belibt einiges offen, aber der Plot ist sehr wirkungsvoll. Auf die phantastische Einlage mit den rot leuchtenden Augen hätte man jedoch verzichten können. Kommt aber nur sehr selten vor.
Dafür ist die Kulisse wirklich unheimlich und stimmungsvoll. Der ganze Film spielt in einer Nervenheilanstalt. Dazu ständig irgendwelche knarzenden Geräusche, der komische Klang der Kirchturmuhr, wabernder Nebel, dieses grünliche Licht und Aufnahmen des Vollmondes machen die Atmosphäre perfekt.
Und auch der Score von Dan Wyman ergänzt das Ganze und macht den Film noch spannender.
Allein der Auftakt verrät schon mit was für einem Vertreter des Genres man es hier zu tun hat. Der Gorefan darf sich hier auf einige sehr blutige Goreeffekte freuen und auch Ramseys Operationsmethoden sind wirklich gelungen. Nach dem grandiosen Auftakt wird es etwas ruhiger und Ramsey begeht nur vereinzelt ein paar Morde. Doch das gut halbstündige Finale haut dann wieder richtig rein. Denn dann steigen die Untoten aus der Grube im Labor.
Die Zombies sehen für diese B-Produktion sehr professionel und blutig aus. Bei den Goreeffekten waren Profis am Werk, aber alles noch handgemacht.
Im Finale gibt es Blut ohne Ende. Es werden Gehirne rausgerissen und genüsslich verspeist. Die Zombies fallen über einige Pfleger und Patienten her und auch Ramsey darf an seinem ehemaligen Kollegen Swan eine weitere grausame Operation vornehmen.
Das Ende ist zwar dann doch etwas weit hergeholt, aber immerhin halbwegs plausibel.
Auch die Darsteller können sich durchaus sehen lassen, vor allem Jeremy Slate als wahnsinniger Gehirnchirurg Ramsey. Er ist wirklich eine gruselige Erscheinung, auch da wo er noch nicht tot ist.
Nur Cheryl Lawson als Jane Doe, die Amnesiepatienten, wirkt als etwas überzogen und auch die Verbindung von ihr zu Ramsey ist etwas konstruiert.
Fazit:
Brett Leonards Regidebut ist mehr als geglückt. Zwar ist die Story etwas löchrig und wirft ne Menge Fragen auf, dennoch kann man darüber hinweg sehen. Die Atmosphäre ist wirklich unheimlich und " The Dead Pit " bleibt durchgehend spannend. Auch der Score trägt perfekt dazu bei. An Gore gibt es hier viel zu sehen und der Auftakt und das sehr lange Finale hätte man besser nicht machen können. Sogar der Gorefan wird hier zufrieden sein. Das Make up ist spitze und sehr blutig geworden. Auch die Darsteller sind gut geworden.
Eine ganz klare Empfehlung von mir, leider ist " The Dead Pit " bis heute noch recht unbekannt. Diesen blutigen, sauspannenden Horrorfilm darf man sich keineswegs entgehen lassen.