Große Klappe, Metall dahinter
In einer nahen, leicht futuristischen, dystopischen Pampas des spanischen Hinterlands rennt ein Knastausbrecher um sein Leben - denn ein bulliger Rottweiler mit Metallgebiss (!) wurde dem Flüchtigen von der menschenfeindlichen Gefängnisleitung auf die Versen gehetzt...
Keine Siesta für Hundefressifress
Für einen schön saftigen, schwitzigen und trashigen Tierhorrortrümmerhaufen bin ich doch immer zu haben. Erst recht aus Spanien, erst recht von Yuzna, erst recht mittlerweile dermaßen in Vergessenheit geraten. "Rottweiler" kann mit seiner brutal-brütenden Atmosphäre, solidem Tempo und einem tollen "Killerhundedesign" punkten. Nicht voll. Aber gut genug in Phasen. Da merkt man einfach, dass Yuzna selbst in brachen Zeiten ein mehr als passabler Handwerker im B-Movie-Bereich bleibt. Sogar schwächere "Yuznas" sind noch kurzweilig und passabel für Genrefans. Selbst wenn "Rottweiler" ganz sicher nicht an seine Glanzzeiten rund um "Society" oder "Return of the Living Dead III" anknüpft. Wenn man aber einen soften Spot für Tierterror mit trashig-futuristischem Metallbonus hat, dann kommt "Rottweiler" durchaus auf Umdrehungen. Flach, faul, fies. Reinstes, niedrigbudgetiertes Genrefastfood. Null bleibend oder füllend. Aber im Moment ganz okay. Ein paar Shots des Rottweilers sind sogar echt klasse zwischen Nebel, Metallfresse und leuchtenden Augen. Und dabei weiß jeder, der mal etwas länger Kontakt zu einem Rotti hatte, was für warme, gutmütige und tolle Lebewesen das meistens sind...
Cujos Knastkumpel
Fazit: staubig-spanischer Creature Feature zwischen Menschenjagd und Hundequark... Ganz sicher nicht Yuzna in Bestform. Aber trotzdem ein kurzweiliger, sympathischer und effektiver B-Movie mit europäischem Flair. Will nie mehr sein als er ist. Nur das Ende soll glaube ich poetisch-tragisch sein, wirkt aber eher einfach nur lächerlich und dumm. Aber ansonsten insgesamt etwas besser als sein Ruf. Nicht viel.