Review

Ganze 10 Jahre ließ man sich Zeit um ein Sequel zu David Cronenbergs " Scanners " auf den Markt zu bringen. Dieses kann durchaus mit dem Orginal mithalten, natürlich fehlt hier eine richtig gute Story. Regieneuling Christian Duguay ( Art of War )versteht sein Handwerk hier schon sehr gut, obwohl er bis dato nur Serie drehte. Hiermit ist " Scanners 2 " sein Regidebut, doch zu wirklichem Ruhm hat er es leider nie geschafft. Im Gegensatz zum Orginal schaffte es das Sequel nämlich nicht in die deutschen Kinos, sondern kam nur leicht gekürzt auf Video heraus. Auch bis jetzt blieb er sehr unbekannt, ich habe ihn jetzt auch zum ersten Mal gesehen.
Auf jeden Fall dürfte das Budget recht ordentlich gewesen sein, denn Duguay lässt es actionmäßig ordentlich krachen, setzt aber dafür eher unbekanntere Darsteller ein, was dem Film aber keinen Abbruch tut.

Inhalt:
Scanner David ( Peter Hewlett ) zieht vom Lande in die große Stadt um dort sein Pathologiestudium zu vollenden. Doch er fühlt sich dort nicht wohl und hört seltsame Stimmen. Aber er lernt bald ein nettes Mädchen kennen und den anscheinend freundlichen Beamten Forrester. Doch dieser will nur Davids Fähigkeiten ausnutzen um Bürgermeister zu werden. So klärt er mit Davids Fähigkeiten verzwickte Fälle auf, beeinflusst die Wahlen. David riecht bald den Braten und wendet sich von Forrester ab. Doch Dieser eröffnet eine Jagd auf David, auf der er auch vor Mord nicht zurückschreckt und auch Scanner gegen David einsetzt. Doch David schlägt mit seiner gesamten Scannkraft zurück.

Wer den ersten Teil kennt, merkt gleich dass man bei der Story nichts Neues zu bieten hat. Diesmal versucht ein Cop die Macht mithilfe der Scanners an sich zu reißen. Trotzdem führt man die Story aus dem Orginal etwas weiter fort, denn David ist der Sohn von Cameron Vale und Kim Oberist, beides Scanner aus dem ersten Teil, daher hat er auch die Fähigkeiten. Eine Schwester hat er auch noch, welche aber erst später im Film auftaucht.
Der Plot ist insgesamt solide aufgekocht und man bekommt auch hier nochmal Cronenbergs Story mit dem Ephemerol erklärt. Also man kann " Scanners 2 " sehen, ohne den ersten Teil zu kennen.
Obwohl der Film 91 gedreht worden ist, fühlt man hier noch diesen 80er Jahre Touch. Auch die Großstadtaufnahmen und der spätere Wechsel aufs Land sind noch in diesem Stil gemacht.
Der Score ist recht vielseitig und bietet rockige Untermalung an.

Duguay setzt hier eher auf Action, diese ist auch gut und zahlreich vorhanden, jedoch bleibt die Spannung öffters auf der Strecke. Jedenfalls wird hier noch mehr gejagt, verfolgt und geschossen als im Erstling. Teils bekommt man sehr blutige Einschüsse zu sehen. Auch Gore setzt man hier mehr ein, mit gewohnt blutigen und exzellenten F/X. Die berühmten Kopfplatzer sind wieder mit von der Partie, diesmal gibt es sogar zwei zu sehen. Auch sonst werden wieder einige Leute gescannt, dabei durch die Luft geschleudert oder gar deformiert. Aderplatzszenen sind auch wieder zu sehen. Duguay legt hier nochmal eine Schippe drauf und verzeiht somit die aufgekochte Story und die fehlende Spannung.

Die Darsteller siedeln sich im guten Durchschnitt an, denn so intensive Charaktere wie im Orginal hat man hier nicht zu bieten. Aber die Schauspielkünste sind ausreichend und kommen ohne Lächerlichkeiten aus.
Auch die Love Story nebenbei darf nicht fehlen.
Peter Hewlett verkörpert der Scanner David recht solide, aber eine richtige Heldenrolle kann man ihm nicht abnehmen, aber den ahnungslosen Studenten schon.
Dafür ist der Gegenpart mit dem Scanner Drak und dem Cop Forrester herrlich fies geworden.

Fazit:
Christian Duguays Regidebut ist geglückt und man kann mit dem Orginal mitziehen. Natürlich wurde die Story recycelt und etwas abgeändert, ist aber im Grund das Selbe. Auch die Spannung kann man nicht hochhalten, aber dafür punktet man mit viel Action und mehr blutigen Einlagen. Die F/X sind sehr blutig und auch zahlreicher vorhanden als im Erstling. Einige Shootouts und Verfolgungsjagden inbegriffen. Durststrecken kann man hier komplett vermeiden. Atmosphäre und Score lassen die Achtziger Jahre wieder aufkommen. Darstellermäßig sollte man nicht so viel erwarten, aber die Leistungen sind auch jeden Fall in Ordnung.

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