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Henry Rossini, der Lehrer an einem Mädcheninternat, hat eine Affäre mit einer seiner Schülerinnen, Elisabeth. Während eines Bootsausflugs beobachtet Elisabeth einen Mord. Rossini schenkt ihr keinen Glauben, bis am nächsten Tag der Mord in der Presse publik wird. Es kommt zu weiteren Morden innerhalb der Internatsgemeinde und Rossini gerät zusehends stärker unter Verdacht.

Das Geheimnis der grünen Stecknadel, ist eine deutsch-italienische Koproduktion unter der Regie von Massimo Dallamano, der zwei Jahre später mit Der Tod trägt schwarzes Leder, seinen wohl besten Film drehte. Warum so viel der Vorworte? Nun, da es sich um eine Edgar Wallace Geschichte handelt, die nach dem Giallo-Schema umgesetzt wurde. Eine Tatsache, die den Giallo-Liebhaber gefällt, aber das damalige Edgar Wallace Publikum aus den Kinos fernhielt.

Kein Wunder, denn das Schema hatte sich grundlegend geändert. Das Geheimnis der grünen Stecknadel zeigte, für einen Wallace-Film ungewohnte Erotikaufnahmen und auch eine gewisse Härte, die man aus den Alfred Vohrer Filmen nicht kannte. Demnach eine reichhaltige Fläche für gute Unterhaltung nach italienischem Muster.

Der Besetzungsstab ist mit deutschen und italienischen Darstellern ausgestattet. Innerhalb der Schauspielerschar, kommen Joachim Fuchsberger, Karin Baal und Fabio Testi zum Tragen, die ihre Parts routiniert runterspielen. Testi wird vom schmierigen Internatslehrer zum Privatdetektiv und Fuchsberger versucht einen Hauch von Maigret einzubringen.

Das Schöne an Das Geheimnis der grünen Stecknadel ist, dass man sich in den Bildern des Films schnell heimisch fühlt, demnach auch hier lobende Worte an den Kameramann Aristide Massacessi, besser bekannt als Joe D´Amato.

Fazit: Eine spannend inszenierte Wallace-Verfilmung, der zwar die italienische Beteiligung so richtig gut tut, sich allerdings den Vorwurf der ein oder anderen Ungereimtheit, gefallen lassen muss.

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