5
Ein angeblicher Giallo-Klassiker, der aber nicht zuletzt wegen der Verpflichtung von Joachim "Blacky" Fuchsberger in die Nähe der drögen Edgar-Wallace-Verfilmungen rückt. Der Eindruck verstärkt sich leider noch in der deutschen Fassung, die bedauerlicherweise all ihrer Wucht beraubt wurde, weil die angedeutet sexuell motivierten Morde (Einstuche in die Vagina!) nahezu komplett rausgeschnitten worden sind. Aber selbst mit den intakten Offscreen-Morden ist das kein zum Fingernägelkauen spannender Krimi. Er zieht sich ganz schön und er scheint eh wieder nur als ein bemüht gemeinschaftliches Euro-Vehikel konstruiert worden zu sein, das einen möglichst bunten internationalen Cast in London und Rom vor der Kamera zusammenführen soll. Die paar Anflüge von Humor sind gänzlich deplaziert. Auch sind die schlüpfrigen oder verstörenderen Elemete der Story nach heutigem Maßstab kaum noch der Rede wert.
7
Das Prädikat "Edgar Wallace" schreckt erst mal ab, aber es handelt sich eigentlich um einen waschechten italienischen Giallo. Brutale Morde, nackte Haut, einige Exploitationelemente, aber nicht allzu ausgeprägt und viel Spannung. Ich hatte einige Tätervermutungen, zwischenzeitlich sogar eine feste Theorie, aber alles zerschlagen. Naja, die Auflösung hat mir nicht so gepasst, ein etwas entlegener neuer Handlungsstrang. Aber ansonsten sehr gute Ware.
9
Bei "Solange" handelt es sich um einen Giallo, wie er besser nicht sein könnte. Wunderbare Schauspieler, allen voran Fabio Testi, ein niemals langweilig werdender Plot, ein anspruchsvoller 70er Soundtrack und die Kameraführung eines Aristide Massaccesi lassen diesen Film aus der Masse der Giallos hervorstechen.
7
"Das Geheimnis der grünen Stecknadel" ist ein gelungener Giallo-Thriller, der hierzulande der Edgar-Wallace-Reihe untergejubelt wurde. Massimo Dallamano hat aus der hanebüchenen Geschichte ein ordentliches Maß an Spannung herausgeholt und sich mit Aristide Massaccesi (=Joe D'Amato) einen hier erstaunlich versiert arbeitenden Kameramann an Bord geholt. Die Auflösung des Ganzen ist recht überraschend, aber vor allem ziemlich sleazy, so dass "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" nachhaltig wirkt. Fazit: Ein Top-Giallo mit Top-Besetzung, der fast mit Argento mithalten kann.