Wenn ein Film schon mit einem Close Up vom Vollmond und Schwaden, die vor diesem langsam und düster vorbeiziehen, beginnt, dann kann sich’s doch eigentlich nur um einen hammerbrillanten Geniestreich handeln, oder…
Die Story:
Zwei Stadtmenschen ziehen in ein beschauliches Häuschen aufs Land und debattieren selbst fünf Sekunden vor Ankunft noch über die Richtigkeit dieses Umzugs. Doch in dem ländlichen Idyll treiben böse Killerkatzen ihr Unwesen und haben’s zum Ärgernis aller Beteiligten auf unsere Neuankömmlinge abgesehen…
STRAYS ist ein mustergültiger, aber auch strunzdämlicher und unspannender Vertreter des Tierhorrors.
Miezekätzchen, die alles vollpieseln, und tödliche Attacken, die aussehen, als ob die flauschigen Bestien dem Opfer Brekkies aus den Manteltaschen stibitzen wollen würden, stellen hier die Höhepunkte in Sachen Gore dar.
Und wenn zwei rothaarige Weiße ein schwarzhaariges Latino-Mädchen zum Kind haben, dann kann’s wohl um die Logik auch nicht sonderlich gut bestellt sein.
Tut mir leid, aber Katzen sind einfach nicht gruselig. Nicht wenn sie fauchen, nicht wenn sie tote Mäuse auf der Türschwelle deponieren, und auch nicht, wenn sie wie hier total verzottelt, ungepflegt und grimmig dreinblickend umher streichen.
Da ist der Blick ins Katzenklo oft unheimlicher.
Tierarzt mit einem Hund sprechend:
„Ja, du bist ein guter Benny. Ein guter, guter Benny… Sie mögen das, wenn man das sagt!“
STRAYS ist ein ziemlich madiger B-Tierhorror, der, wenn, dann nur wegen seiner belächelnswerten Doofheit und seiner starren, aber komplett misslungenen Verbissenheit, Paranoia vor niedlichen Zeckenteppichen zu schüren, einen Blick wert ist.
Lieber „Friedhof der Kuscheltiere“, „Katzenauge“ oder die zweite Story der „Geschichten aus der Schattenwelt“ (Hm, alle drei von King, seltsam…) einlegen, die lassen die Katze mit eindeutig mehr Bums aus dem Sack…