Paul und Lindsey ziehen mit ihrer Tochter Tessa aufs Land in ein idyllisch gelegenes Haus. Doch die alten Bewohner, eine Schar von verwilderten Katzen, sind nicht ausgezogen. Sie betrachten die neuen Besitzer als Eindringlinge und versuchen ihr Revier zu verteidigen. Zunächst fällt ihnen ein Telefonmonteur zum Opfer, doch als Paul auf der Arbeit ist greifen die Katzen Lindsey und ihrer Tochter an und es gibt kein Entrinnen, überall kommen die Katzen hin, ein blutiger Alptraum nimmt seinen lauf.
Das Land der großen Ideen betritt der TV-Katzenhorror Strays mit Sicherheit nicht, sondern sieht eher aus, wie eine recht einfache Produktion fürs Abendprogramm. Wenn ich jedesmal einen Euro bekäme für jeden Horrorstreifen, der damit anfängt das eine Familie neu in ein abgelegenes Landhaus zieht, dann hätte ich jetzt einen Margarita n der Hand und die Füße im Sand. Diese 08/15 Intro gibt es auch hier, dazu sind noch eine (mal wieder) nervige Tochter und ein Hund am Start und schon kann die feline Hausbelagerung losgehen.
Wirklichen Horror sollte aber niemand erwarten. Zwei Menschen sterben unblutig und selbst im Finale ist ein Pfotenratzer auf der Wange das höchste der Gefühle. Überhaupt sind Katzen ja als tierische Bedrohung nicht so wirklich geeignet. Da möchte man doch eher streicheln als sich fürchten und neun Leben hin oder her, einmal so ein Vieh kräftig an die Wand schleudern dann ist auch Ruhe. Hier tut man fast eher verkrampft so, als wäre dafür mindestens der Mikrowellen- oder Stromeinsatz nötig.
Das Tempo ist dabei auch eher betulich. Lange tut sich sprichwörtlich kaum etwas, bis dann endlich pünktlich zur Halbstundenmarke die Kätzlein sich mal zu einem etwas aggressiven Miau hinreißen lassen. Damit auch bei den aufgebliebenen Senioren nicht der Schrittmacher durchbrennt wird noch ein eher sinnfreier Eifersuchtsplot eingeführt. Lediglich die letzte halbe Stunde, als Mutter und Tochter sich (natürlich bei Dunkelheit und Gewitter) sich der Masse an Samtpfoten erwehren müssen, die sich sogar mühelos mit ihren Krallen durch stabile Spanplatten kratzen.
Mehr als ein paar leichte Schreckmomente kann Strays nicht bieten. Die Darsteller, die größtenteils aus dem Serienbereich stammen, leisten unauffällige Arbeit und sokann man im Grunde den ganzen Film beschreiben. Nix aufregendes, höchstens für Katzenhasser und Hundeliebhaber anschauenswert.
5/10