Review

An Hard Boiled, meinen 3. Woo-HK-Streifen, kam ich zu einem sehr günstigen Preis dran......und ich habe den Kauf nicht bereut.
Die Story kann man in jedem 2. Review nachlesen, also überspring ich die mal und geb nur mein Urteil zu ab.
Im Vergleich zu "Bullet in the Head" und "The Killer" ist sie erheblich dünner. Sie gleicht schon fast amerikanischen Big-Budget-Produktionen, wo die Story oft nur dazu da ist, um gigantische Actionszenen zu verbinden.
Gerettet wird das ganze von Chow-Yun-Fat, der seiner Figur wenigstens noch ein bisschen Charakter verleiht, während Tony Leung sehr blass bleibt. Kaum zu glauben, dass er so genial in "Bullet in the Head" spielte.....
Das alles hört sich nun negativer an, als es ist. John Woo legte bei "Hard Boiled" zwar nicht mehr soviel Wert auf Story und Charaktere, wobei Chow Yun-Fat noch sehr viel rettet, sondern konzentriert sich mehr auf gigantische, perfekt choreographierte Actionszenen.
Das selbe steht wohl auch bei seinen anderen HK-Werken, aber alles was ihr bisher gesehen habt, dürft ihr für diesen Film mal 10 multiplizieren. Ein 45-minütiger Showdown mit hunderten von Toten, eine riesige Anfangsschießerei und auch in der Mitte eine sehr lange Actionsequenz. Das alles wurde Woo-like perfekt choreographiert. Die Zeitlupen sind an der richtigen Stelle, die Musik setzt immer perfekt ein, auch wenn diese diesmal nicht so gut ist, wie in seinen älteren Filmen aus HK-Zeiten.
Woo näherte sich mit diesem Film merklich großen US-Produktionen, was aber nicht als negativ zu werten ist.
Alles in allem ein gigantischer, brutaler Action-Streifen mit erneut traumhaft inszenierten Schießereien und Explosionen, meisterhaftem Zeitlupen-Einsatz und einem fantastischen Hauptdarsteller!

Details
Ähnliche Filme