Ein Agent kommt auf eine abgelegene Insel um einen gesuchten Mörder festzunageln. Was er nicht weiß, die Insulaner essen mit Vorliebe Menschenfleisch - bald steht auch der Ermittler auf dem Speiseplan und hat seine liebe Not sich der hungrigen Meute zu erwehren…
Dieser Film ist eine der ersten Regiearbeiten von Hongkong Mastermind Tsui Hark und das sieht man leider auch. Einzuordnen ist das Werk trotz seines Kannibalen Backgrounds ins Genre der klassischen Kung Fu Filme, wie sie Ende der 70’er populär waren. Zusätzlich hat man es aber auch noch mit blutrünstigen Kannibalen zu tun, so das auch Elemente des Horror- und Splatterfilms mit einfließen. Zugegeben die Mischung klingt interessant, dürfte aber durch die billigen Effekte letztlich nur Trash- und Explorationfans zufriedenstellen. Von Spannung und Gruselstimmung ist weit und breit nichts zu sehen, auch die morbide Atmosphäre wie sie Referenzwerke ala „Texas Chainsaw Massacre“ aufweisen, ist nicht mal ansatzweise zu spüren.
Trotz des verlockenden Titels sollte man den Inhalt also mit Vorsicht genießen, denn es handelt sich hier um mehr um einen klassischen Eastern mit reichlich Comedy. Leider sind die Gags dermaßen unterirdisch das auch hier nicht gepunktet werden kann. Was bei Jackie Chan und Sammo Hung oft blendend funktionierte, sorgt hier eher für Kopfschmerzen. Die Zoten sind im höchsten Maße grenzdebil und kaum einen Lacher wert. Wie man es von Eastern aus dieser Periode kennt, ist auch mit der Story kein Blumentopf zu gewinnen, da sich diese bekanntermaßen durch Minimalismus auszeichnet.
Zwar handelt es sich hier nicht um Harks Regiedebüt, die Inszenierung mutet aber dermaßen amateurhaft an, dass es ein Wunder ist wie der Mann Jahre später echte Referenzwerke produzieren konnte. Die Goreeffekte sind billig und neben der Synchro vielleicht noch das Witzigste am Film, denn viel mehr als eimerweise rote Farbe kommt kaum zum Einsatz. Darüber kann man sicher schmunzeln, genau wie über die teilweise recht peinlichen Dialoge, echten Easternfans dürfte das aber kaum zufriedenstellen.
Das Beste am Film ist zur Abwechslung mal die deutsche Sprachfassung, besonders die Stimme des Hauptdarstellers kommt richtig gut und ist mit dem Sprecher von Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger angemessen besetzt.
Gewöhnlich werden viele der oben aufgeführten Schwächen von den Martial Arts Szenen wieder wett gemacht, doch auch hier erweist sich dieser Streifen als herbe Enttäuschung. Außer etwas stümperhaft choreographierter Hampelaction gibt es wenig Nennenswertes zu sehen, jedenfalls nichts was auch nur ansatzweise dem Genredurchschnitt das Wasser reichen könnte. Das auch noch Corey Yuen Kwai als Action Director am Werk war, enttäuscht daher doppelt.
Fazit:
„We are going to eat you“ zieht sich wie Kaugummi, dem Griff zur Fernbedienung kann man sich nur mit Müh und Not erwehren. Auch die ungewöhnliche Genremischung kann in meinen Augen hier keine Pluspunkte sammeln. Weder die alberne Kannibalenstory, noch die stümperhafte Action überzeugen auch nur ansatzweise.