Review

China... Kommunismus... Hungersnot. Wer kein Hühnchen mehr zur Hand hat, der greift eben zum Beil und macht etwas Menschenfleisch in die Suppe rein...

Nach einem starken und vor allem splattrigen Auftakt verkommt auch dieser Film zum öden Dauergeklopfe und zum Slapstick-Overkill. Martial Arts-Experte Tsui Hark startet nach einer Viertelstunde einen Endlosmarathon an Kämpfchen und Prügeleien, die allerdigns nur für die Fans entsprechender Haudrauf-Orgien interessant sein dürfte. Dazu gibt es allerhand skurrile Gestalten, denen man das Diplom im knautschgesichtigen Grimassieren verleihen sollte. Die eigentliche Handlung ist spätestens ab der zweiten Hälfte nicht mehr wirklich interessant.

Schade, dass sich Hark nicht darauf berufen hat, was den Film zu Anfangs noch sehenswert machte: Kannibalismus im alten China, ein wenig Texas Chainsaw Massacre aus Fernost, gewürzt mit schwarzem Humor, den man auch als solchen versteht. Leider sollen nur grelle Tunten und Hippie-Gestalten für Lacher sorgen, doch werde ich mich nie so recht an den typisch asiatischen Humor gewöhnen können.

Zeit seiner Entstehung war "Wir kommen..." kein großer Erfolg vergönnt, das Werk landete nur auf Platz 113 aller Hong Kong-Filme des Jahres 1980. Selbst Regisseur Tsui Hark befand ihn als kaum gelungen. Was ein früher "Ravenous" hätte werden können, ist reines Kasperlestheater, zudem Kinder keinen Zutritt haben. Eine Kung Fu-Horror-Klamotte, die von Anfang bis Ende ganz anders hätte aufgezogen werden müssen.

Alles in allem sehr enttäuschend!

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