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Ein wahnwitziges & hyperaktives Frühwerk von Tsui Hark, auch bekannt als Kung Fu Kannibalen. Die Story in einem Satz: Norman Tsui als Agent 999 ist auf dem Lande auf der Suche nach Gangster Rolex (Melvin Wong) & stößt dabei auf ein Dorf voller Kannibalen, angeführt von Eddy Ko, welche alle, die sich in die Gegend verirren, zum Fressen gern haben.

Was Tsui Hark hier abzieht, da kann man eigentlich nur noch ungläubig grinsend den Kopf schütteln. Die Action ist rasant & dynamisch, der Humor reicht von genial bis debil, die Geschichte ist schräg bis zum Abwinken & auch die Figuren rocken das Fett weg, darunter eine riesige Transe, deren Abgang man gesehen haben muss, um ihn zu glauben.

Der Streifen hat Energie für zehn, das Tempo ist schwindelerregend & mit splattrigen Einlagen wird auch nicht gerade gegeizt. Völlig gaga, klar, muss man aber einfach lieben. Dass nicht jeder Gag zündet... geschenkt. Man hat gar keine Zeit, dem nachzutrauern, weil gleich zu den nächsten weiter gehetzt wird.

Meine Lieblingsszenen sind jene, wo Tsui Hark Splatter mit Slapstick verknüpft. Splatstick, eine Spielart, die Raimi & Jackson perfektioniert haben. Wenn da einer auf 'nen Rollschuh tritt, auf die Fresse fliegt & auf was Spitzem landet... Sehr geil. Dazu noch die belämmerten Masken, die die Kannibalen tragen & das riesige Sägeblatt, das sie zum Zerteilen gerne benutzen.

Yeah, ich liebe den Film & er liebt auch mich, denn am Schluss schenkt er mir ein Herz!

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