Handlung:
Die junge Greta von Holstein bezahlt ihre Unentschlossenheit hinsichtlich von Liebesbeziehungen mit dem Leben, wird aber mit Hilfe der Forschungen eines Arztes (Klaus Kinski in einer Nebenrolle), der alte Inka-Texte erforscht hat, reanimiert. Darauf beginnt sie einen Rachefeldzug gegen Personen, die an ihrem Tod schuldig waren oder auch nicht.
Ein auf poetisch getrimmter, in Deutschland spielender Giallo von Aristide Masaccesi, auch als Joe D'Amato bekannt. Insgesamt scheint dieser Film sich nicht wenig an den Werken von Lucio Fulci zu orientieren, sowohl was das ausführliche Zeigen schöner Gesichter bzw. Augen als auch was herbe Make-Up-Effekte angeht. Letztere überzeugen in diesem Film allerdings kaum, da die blutige Matsche meistens lediglich aufgeschminkt ist und sich nicht in "Bewegung" befindet. Das erinnert wiederum ein wenig an Horrorfilme von Jean Rollin, der ebenfalls phantasievolle, aber kaum überzeugende Horrormaske zu präsentieren pflegte.
Der Anfang des 20. Jahrhunderts spielende Film dürfte Freunde von leicht schwülstigen Nostalgie-Filmen ansprechen. Auch ein wenig Geistergrusel stellt sich ein, verfällt aber schnell ins Vorhersehbare.
Verschiedene andere Minuspunkte sind ebenfalls zu vermerken, vor allem die Verworrenheit der Handlung, die sich schnell im Wirrwarr von Rückblenden und Traumbildern verheddert. Der deutschen Fassung muß man eine teilweise recht alberne Synchronisationsarbeit anlasten. Insgesamt ein Film, der erst einmal dick aufträgt und dann wenig Substanz zu bieten hat.
Dennoch kein ganz schlechter Streifen.