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Tote Frau nimmt Rache an denjenigen, die sie im Leben nur ausgenutzt haben. Eigentlich ein Gothic-Giallo, fand ich den oft etwas sehr spröde und schwierig, und der einzige Unterschied zu einem Film wie etwa Jess Francos SINFONIA EROTICA besteht meines Erachtens im schwelgerisch-kranken Soundtrack von Berto Pisani. Und im Fehlen von Erotik … Nicht zu vergleichen mit Highlights wie DER SATAN OHNE GESICHT, aber spannend und im letzten Drittel sehr atmosphärisch.
4
Joe D'Amatos Versuch an Gothic-Horror. Ist nicht seins. Die so hölzern wie menschliche Marionetten agierenden Darsteller in Verbindung mit dem dem verworrenen Plot ergeben ein unterdurchschnittliches und äußerst seltsames Filmchen. Da ist viel Wichtigtuerei mit drin, doch keiner der Beteiligten schien wirklich gewusst zu haben, was das alles soll und wie das Chaos am Ende sinnvoll und befriedigend aufzulösen ist. Momente wie der mit der eingemauerten Frau oder die kleine Frankenstein-Episode sind die spärlichen Höhepunkte in dem zerfahrenen Machwerk und deuten an, dass da weitaus mehr drin gewesen wäre. Auch wird der geniale Klaus Kinski unverständlicherweise viel zu früh geopfert. Die paar kleinen Gore-Einlagen und die Szenen mit nackter Haut offenbaren hingegen D'Amatos wahre Berufung, der er ja später folgen sollte.