Hoopers Film ist ein typisches Produkt der 80er-Jahre.
US-Slasher waren damals gerade in Mode gekommen - Carpenters Halloween ebnete diesen Weg für alle ähnlichen kleinen und großen Filme dieser Art.
Hooper machte seine Sache nicht mal schlecht.
Es ist zwar eine Null-Storyline vorhanden, aber die Atmosphäre, die in diesem Film herrscht, ist geradezu eindringlich und manchmal sogar unangenehm (Stichwort: Wahrsagerin holt dem Freak "einen" runter).
Die Szenerie wechselt so gut wie gar nicht. 90 Prozent des Films spielen auf dem Rummelplatz oder in der schaurigen Geisterbahn (dem Funhouse). Die Darsteller sind Jugendliche und spielen somit ihre Rollen auch so, wie das Drehbuch es vorschreibt. Die Beleuchtung des Streifens ist unheimlich und passt zu dem schauerlichem Dekor der Geisterbahn. In unangenehmer "Gaffer"-Erinnerung bleibt auch die besagte Freakshow auf dem Rummel. Sonderliche Typen gibt es in dem Streifen genug (hier lässt ganz klar Hoopers TCM grüßen!).
Der Bodycount ist storygebunden natürlich nicht der Überhammer, passt aber zur handlungsarmen Geschichte genau. Das "Monster" ist manchmal bemitleidenswert dargestellt - trotzdem ist der Zuschauer sehr erleichtert, wenn es am Ende seine Strafe erhält.
Hooper erster großer Film ist kein Knaller - dennoch ein bemerkenswerter Genrefilm mit dem gewissen Touch. Seinen späteren Filmen fehlt dieser typische Charme. Davon kann auch Regiekollege Carpenter ein Liedchen von singen ...
Fazit: Heutige Kinogänger haut der Streifen nicht mehr so richtig vom Hocker. Slasher-Nostalgiker, die mit diesen Streifen aufgewachsen sind, werden FUNHOUSE eh mögen. Die Story würde sich besser als halbstündige Episode "Tales from the Crypt" eignen denn als 90minütiger Kinofilm!