Tobe Hooper zeichnet zusammen mit Autor Dean Koontz für seinen kreativen Beitrag zum Slasher-Genre ein Bild des Rummelplatzes als furchterregenden Schauplatz von Abartigkeiten und Sündenpfuhl zugleich, betrieben von wenig vertrauenserweckenden, exotischen bis düsteren Gestalten, die allesamt auf die eine oder andere Art Dreck am Stecken haben oder Bedrohungen in sich bergen, sich durch ihre Undurchsichtigkeit und das Tingeln von Ort zu Ort Recht, Gesetz und gesellschaftlicher Ordnung aber entziehen. Dadurch appelliert er an typische Vorurteile des Publikums fahrendem Volk und Schaustellern gegenüber, insbesondere zu einer Zeit, als ein Rummel noch mehr zu bieten hatte als überteuerten, langweiligen Einheitsbrei, und schafft somit eine hervorragende Atmosphäre für einen Genrefilm, der im Prolog erst einmal "Psycho" und "Halloween" zitiert und sich damit vor seinen Vorbildern verbeugt.
Dieses Ambiente gepaart mit übermütigen Teenagern, die Dinge tun, die sie nicht tun sollten und einen der Rummelfreaks bei etwas beobachten, was er nicht tun sollte, ist der Stoff, aus dem dieser typische Slasher gestrickt ist. Allerdings sind die Teenies hier nicht ganz so blöd und unsympathisch wie in anderen Genrevertretern und die Morde fallen weniger spektakulär aus. Dafür gibt es eine tolle Maske des Unholds zu bewundern, etwas Familientragödie und viel Dramatik. Einige Szenen werden von Hooper für meinen Geschmack etwas zu ausladend dargestellt, hier und da hätte etwas Straffung gut getan. Unterm Strich bleibt aber eine kleine Perle für Genrefans, die atmosphärisch und handwerklich überzeugt, ohne dabei das Rad neu zu erfinden.