Endlich hat Square Enix das Richtige getan und einen Film abgeliefert der, der langjährigen Prestigerollenspielserie "Final Fantasy" gerecht wird. Nach der herben Enttäuschung von "The Spirits Within", hatte Square Enix der Filmindustrie für eine lange Zeit den Rücken gekehrt, obwohl ihre Computeranimationen revolutionär waren und richtungsweisend.
Final Fantasy Advent Children wird jeden Fan der Rollenspielserie sofort in seinen Bahn ziehen. Der Film hält was es versprochen hat und gewährt den zig Spielern auf der ganzen Welt ein Wiedersehen mit den Pro- und Antagonisten des 1997 erschienen siebten Teils der Final Fantasyreihe.
Doch leider bedeutet diese Tatsache einen gewaltigen Nachteil. Advent Children ist ein Film nur für Fans des Spiels. Der gewöhnliche Zuschauer, der noch nie ein Playstationpad in der Hand gehalten hat, wird vom eins ein Halb stündigem Spektakel nichts haben. Erstens kennt er die Hintergründe nicht, zweitens kann er die emotionale Spannung im Film nicht begreifen und einfangen. Zwar bietet Advent Children zahlreiche bombastische Kämpfe, spektakulär in Szene gesetzt und die Animationen sind weich und fast schon fotorealistisch, die Musik episch und der Showdown fulminant, doch das alles tröstet über die Handlung nicht hinweg, der man nur schwer folgen kann.
Da tauchen etliche Charaktere auf, ohne etwas über ihre Hintergründe zu erfahren, Begriffe wie Materia, Shinra Coop., Jenova und Mother werden ständig gebraucht, doch der Zuschauer weiß über diese Sachen nur wenig.
So bleibt der neueste Final Fantasy Film zwar technisch ein Meilenstein, doch an der Story hapert es noch immer. Zumindest hat Square Enix aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und hat sich diesmal an die Rollenspielvorlage gehalten. Wer weiß, vielleicht mit ein bisschen Glück, dürften wir in ein Paar Jahren endlich ein Final Fantasy Film sehen, der unabhängig von einem der bisherigen Rollspielgeschichten, jedoch der Tradition der Serie nachkommt. Bis dahin kriegen Final Fantasy Filme nicht mehr als die Note 8 von mir.