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Was soll man zu den Filmen von Joe D’Amato eigentlich noch sagen? Wer bereits „Porno Holocaust“ überstanden hat, der kann sich schon gut ausmalen, was von „In der Gewalt der Zombies“ zu erwarten ist. Wieder einmal hat Mr. D’Amato versucht, klassischen Zombie-Horror mit Sex zu verbinden doch das Ergebnis dürfte die Fans beider Genres meines Erachtens nicht aus den Socken hauen.

Was Horror angeht, so hat sich der Italiener hier sowieso sehr zurückgehalten. Splatter gibt es so gut wie gar nicht zu sehen und was Story und Spannung angeht, so sind diese hier wirklich außerordentlich dünn gesät. Die Zombies sind sowieso selten genug zu sehen und wenn, dann watscheln sie unspektakulär in Tüchern eingewickelt wie Mumien umher. Die Sex-Szenen sind auch typisch D’Amato: manchmal harmlos, manchmal auch etwas härter, stellenweise durchaus nett anzusehen, aber nichts, was im Zeitalter des Hardcore heute auch nur entfernt als „aufregend“ zu bezeichnen wäre. Nun gut, der Film ist auch schon über 20 Jahre alt aber trotzdem!

Die Schauspieler, die übrigens fast alle auch in „Porno Holocaust“ zu sehen waren (Laura Gemser ausgenommen), spielen ihre Rollen trotz der geringen Anforderungen dieses Machwerks eher schlecht und die Dialoge sind auch nicht viel besser. Die Synchronisation dagegen ist nicht ganz so schrecklich wie in einigen anderen Italo-Streifen.

Für mich ist „In der Gewalt der Zombies“ ein weiteres langweiliges, dröge vor sich hin plätscherndes Trash-Filmchen ohne Spannung und Atmosphäre aus dem Hause D’Amato. Und die Vergleiche mit Fulcis „Woodoo“ haben mir nicht gefallen. Auch wenn die Story etwas ähnlich ist, zwischen den beiden Filmen liegen nun wirklich Welten!

Ich vermute, D’Amato- und Exploitation-Fans kann dieser Film evtl. gefallen, alle anderen (vor allem Horror-Fans) werden aber wohl eher enttäuscht sein.

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