Ein Mann pachtet eine verlassene Insel, um dort ein Ferienparadies zu errichten und schippert daher mit Frau und Skipper dorthin. Doch auf der Insel befinden sich ein warnender alter Mann mit Nichte und allen Warnungen zum Trotz begibt man sich auf Eilandinspektion, um bald festzustellen, dass man den Warnungen doch hätte glauben sollen, denn die Toten steigen aus den Gräbern und haben Hunger auf Neuinsulanerfleisch.
Das hätte ein netter kleiner Zombiestreifen werden können, wie sie in den 70er/80er Jahren zuhauf wie Untote aus dem Erdreich stiegen, doch Joe d'Amato hatte nicht nur ein Faible für Zombies, sondern auch für Pornographie und so ließ er es sich nicht nehmen, diese beiden Steckenpferde zusammenzubinden. Problem an der Sache ist, dass der Film weder als Zombieschocker noch als Erotikkracher zu überzeugen weiß und insgesamt sehr stückwerkig ausfällt.
So wird die Geschichte zu Beginn des Film, als es um die Pachtung der Insel und die Reisevorbereitungen zum Vertragsobjekt geht, immer wieder von eingeschobenen Sexszenen unterbrochen, die meiner Meinung nach sehr störend sind, da sie sehr gezwungen rüberkommen, wenig anregend sind (obwohl, die Sektflaschenöffnung hat schon was) und den eh schon lahmen Handlungsfluss noch langsamer machen. Hinzu kommen anfängliche Zombieszenen, die ebenfalls wenig Sinn ergeben, wie ein fulciesker Zombie im Hafenbecken oder in der Autopsie. Diese Szenen vor der Fahrt zur Insel werden einfach mal eingestreut, aber die Untoten werden nie wieder mit einem Sterbenswörtchen erwähnt und man erfährt nicht, was aus ihnen bzw. den Bewohnern des Städtchens als direkte Betroffene geschieht.
Naja, Schwamm drüber, denn wenn es nach 50 Minuten Laufzeit auf die Insel geht, kann es ja nur besser werden. Wird es aber nicht, denn auch hier vergnügen sich die Protagonisten zwischen eingeschobenen Mysteriösitäten wie einer lippenunsynchron maunzenden Katze (daher eventuell auch der Name Katzeninsel), verschobenen Kreuzen auf Gräbern und nicht sichtbaren Personen auf Fotos immer wieder mit nervigen Vögeleien und ganz am Ende kommen dann die Leichen aus dem Erdreich, es wird das übliche Programm wie auf mehrere Arten niedergemetzelte Zombies und Rückkehr eines Toten aus Reihen der Inselankömmlinge mit anschließender Erlösung des Selbigen abgespult, um mit einem zugegeben recht einfallsreichen Schluss dem Spuk ein Ende zu bereiten.
Tja, die Zombieauftritte fallen sehr mau aus, denn die Untotenmasken sind nicht überzeugend und es reicht halt nicht, bei deren Erscheinen den Blaufilter auf die Kameralinse zu stülpen, um die bei hellem Sonnenschein gedrehten Passagen als Nachtszenen vorzugaukeln, auf Zeitlupe umzuschalten und etwas unheimliche Musik einzuspielen.
Auch die Effekte vermögen nur stellenweise zu glänzen, naja, oder sagen wir leicht zu funkeln. So gibt es zwar zu Beginn nen netten Kehlenbeißer und gegen Ende die wohl berühmteste Szene des Film, den Laura Gemserschen Pipimannabbeißer, aber ansonsten siedelt man sich beispielsweise bei der Auspustung von untotem Leben effekttechnisch im Mittelmaß ein.
Und wie siehts qualitativ in der Darstellerriege aus? Nunja, wir haben George Eastman, der noch nie einer der ganz großen Akteure war, sich hier aber tapfer schlägt und Laura Gemser, die wie immer eine wahre Augenweide ist, für die einzige ästethische Erotikszene im Zusammenspiel mit einer anderen Akteurin sorgt und die Rolle der geheimnisvollen Schönen glaubhaft rüberbringt. Ansonsten gibts unter anderem nen alten Mann mit Beule am Kopf, den schmierigen Inselpächter mit Schnäuzer, seine Bettgefährtin und einige Komparsen, die gerne mal verschmitzt in die Kamera schielen, was besonders lachhaft bei der Empfangsdame des Verpächters wirkt.
Insgesamt ist dies ein sehr schmutzig ausgefallener Versuch von Joe d'Amato, Zombies und Erotika unter einen Hut zu bringen, bei dem kein stimmiges Gesamtwerk bei rumgekommen ist und am Ende lediglich einzelne lose Szenen in Erinnerung bleiben.