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1980 war der italienische Schmuddelfilm in seinem Zenit. Warum? Joe D'Amato drehte zu Anfang dieses Jahrzehnts einen der schlechtesten Filme aller Zeiten: "Le Notti erotiche dei morti viventi", zu deutsch übersetzt "Die erotischen Abenteuer der lebenden Toten". Der Titel sagt schon einiges über den Film aus. Vermutlich wegen des reichlich peinlich-verblödeten Titels nannte man ihn für den deutschen Markt in den reißerisch klingenden "In der Gewalt der Zombies" um.

Wenn D'Amato bei Story und Atmosphäre schon nicht mehr bei Amerikanern abkupfert, sondern sich bei seinem Kollegen Lucio Fulci bedient, muss es schon schlimm um ihn stehen. "In der Gewalt der Zombies" ist "Woodoo" recht ähnlich, wenn man Gore subtrahiert, und blöd-inkonsequente Sexeinlagen addiert. George Eastman darf zwar schon in der Eingangssequenz herumtollen, als hätte er sich im "Man-Eater"-Style das Gehirn rausgelutscht, später darf er sogar seine Unterhose ausziehen, um sein bestes Stück in die verwackelte Kamera D'Amatos zu zeigen, aber er darf nicht in letzter Konsequenz seinen nackten "besten Freund" in Aktion zeigen. Zwar scheut sich D'Amato nicht, Genitalien zu zeigen, wirklich "Hardcore" wird "In der Gewalt der Zombies" aber nie.

Und so vergeht der Film... Ein Architekt, seine Freundin und ein Seebär stechen in See, um eine Insel für eine Hotelbebauung zu sichern. Auf der lustigen Seefahrt geht es meist in der Kabine zwischen Architekt und Freundin rund. Wenn dem mal nicht so ist, masturbiert das weibliche Wesen fröhlich auf Deck. Auf der Insel angekommen erwartet die Drei eine nackte Laura Gemser. Ach ja, und Zombies toben da auch rum. Und zum Schluss wird's auch noch brutal. Aber bis dahin, ist eh jeder halbwegs strapazierfähige Zuschauer eingeschlafen, oder hat den Kanal gewechselt.

D'Amato hat versucht in seinem italienischen Sex-Gore-Flick mehrere Stile zu verbinden. Dabei sollte er eher mal lernen, wie man logisch Szenen mit einander verbindet. Seine stümperhafte Regie ist weder schön, noch belustigend anzuschauen. George Eastmans Schauspiel ist wohl mal wieder eher ein Ausfallen der Kontrolle über seinen Körper, Laura Gemser darf ihre nackten Brüste in den Kamerafokus halten, der Rest ist schwachsinn oder uninsipirierter Gore.

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