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Ach ja, der gute Joe D'Amato hat der Filmwelt ohne Frage den einen oder anderen Superheuler geschenkt. Diese Sex-Zombie Mischung mit dem schon alles sagenden Titel Le Notti erotiche dei morti viventi macht da keine Ausnahme und reiht sich nahtlos ein in eine Filmographie, wie sie wahrscheinlich sonst nur noch Jess Franco vorweisen kann.

Schon die erste Szene, in der D'Amatos "Edelmime" George Eastman im weißem Kittel und mit Psychoblick durch eine Irrenanstalt läuft und dann eine der Insassinen auf dem Flur besagter Einrichtung so richtig schön durchnagelt, lässt erahnen wohin hier die Reise in den nächsten 100 Minuten geht.

Und nach kurzer Einführung in die Alibistory,  Bauunternehmer Wilson will entgegen aller Wahrnungen die karibische Katzeninsel in eine Touristenanlage verwandeln, geht die muntere Fummelei auch schon weiter. Der gute Willie beginnt nämlich schon mal bei zwei Nutten auf eigene Faust mit den "Bohrungen" und wer Glück hat die Hardcorefassung im Player zu haben, bekommt samt Cumshot eine der lahmsten Sexszenen ever zu Gesicht.

Zombies sollten ja laut Titel auch irgendwann mal vorkommen und so taucht dann nächtens endlich das erste Exemplar auf und präsentiert dem Filmfreund eines der miesesten Untoten-Make-Ups das jemals auf Zelluloid gebannt wurde. Eingehüllt in einen Kartoffelsack und nen bissl Dreck ins Gesicht geklatscht, so schlurfen sie daher die lebenden Toten. Spart Geld und Schminkzeit.

Willie will sich dann nach der anstrengenden Nacht, neben den Nutten hat der nimmersatte Hengst auch noch seine Zimmernachbarin Fiona bearbeitet, am nächsten Morgen mal die Katzeninsel genauer anschauen. Im Hafen trifft er auf Skipper George (noch ohne Zwangsjacke), der, wie sollte es auch anders sein, ebenfalls die ganze Nacht gepoppt und nebenbei noch einen fauligen Untoten (Juhu, wieder ein Zombie, wird doch) ins Hafenbecken befördert hat.

Der Testosterondampfer schippert daraufhin also schnurstracks, samt Bummsbienchen Fiona, in Richtung Katzeninsel, auf der mit Black Beauty Laura Gemser die zweite D'Amato "Edelmime" schon bereitsteht. Nach kurzer Inselerkundung mit allerlei mysteriösen Entdeckungen (verfallener Friedhof, blinder Opa der wirres Zeug faselt), wird dann weiter schön ausgiebig gerammelt. Jeder darf mal mit jedem und auch die beiden Mädels spielen, wohl inspiriert vom Namen der Insel, an ihren "Kätzchen".

Irgendwann müssen dann aber auch mal die schönsten Sexabenteuer ein Ende haben, denn eigentlich sollen die bösen Eindringlinge ja verjagt werden. Also bläßt Laura (ist in Wirklichkeit eine Katze und die Göttin der Insel) zum großen Finale indem sie dem dauererigierten Willie beim Blowjob mal einfach den Penis wegknuspert. Aua! Promt erheben sich dann auch dutzende Untote (endlich) aus dem Boden und es gibt doch noch ein wenig Zombieaction. Die ist zwar auch ziemlich Panne (mal ist Tag, dann plötzlich wieder Nacht) aber immerhin bekommt man noch ein paar halbwegs gelungene Tötungen zu Gesicht und die möchtegern düstere Orgelmucke macht die Trashorgie komplett.

Dann sind 100 spannungsfreie, aber tittenreiche Minuten ohne Atmosphäre und Talent auch schon wieder vorbei und Joe hat einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, wie man es besser nicht machen sollte. Für Trashfans natürlich ein Fest und hochgradig unterhaltsam, aber unter neutralen Gesichtspunkten betrachtet totaler Schrott. Dafür weiß man hinterher wenigstens, wie man eine Sektflasche aufbekommt wenn mal keine Korkenzieher bereit liegt, aber die Freundin neben einem sitzt. Prost! (2,5/10)

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