Review

Die Reviews zum Film sind ja eher durchwachsen, was mich auch noch einmal dazu anregte, meinen Standpunkt genauer zu überlegen.
Suspiria als ersten Teil der Trilogie mag ich nicht in meine Wertung mit einbeziehen, weil es schon über 10 Jahre her ist, als ich den Film gesehen habe - daher also meine "unvoreingenommene" Meinung zu Inferno.
Eine Schriftstellerin in New York, wohnhaft in der Nr. 49 der (hab-ich-nicht-mitgekriegt-street) findet beim Antiquar ihres Vertrauens ein Buch über die "Drei Mütter". Seines Zeichens waren/sind die drei Damen wohl ziemlich mächtig und vor allem mächtig Böse. Besagte Schriftstellerin erfährt, dass es 3 Merkmale gibt, ihren Verweilort auszumachen. 1. Übler Geruch (reichlich vorhanden in ihrer Wohngegend); 2. ein Zeichen inkl. Name der "Mutter" im Keller (ebenfalls vorhanden in einer sehr genial eindrucksvoll beklemmenden Unterwasserszene im Keller des Hauses - einfach nur geil - muss man gesehen haben!), und 3. "es befindet sich unter den Sohlen".
Kurzum, die macht sich auf die Suche, schickt auch ihrem, in Rom ansässigen Musik-Studi Bruder einen Brief mit all den hints, und verschwindet spurlos. Auch in Rom gibt es zwei Tote - und Brüderchen macht sich schnellstens auf die Reise, von den Ausmaßen bei weitem nichts ahnend.

Die Geschichte wiederzugeben liegt gerade nicht so in meinem Interesse; man muss es sich einfach anschauen und selber urteilen, ob das passiert, was man von einem ausgewogenem Horror-Film erwünscht.
An sich ist die Hintergrund-Story, bzw. die Essenz des Ganzen auch nicht so dermaßen.
Es passiert einiges Schauerliches, stets gut ausgeleuchtet und bombastisch in Szene gesetzt. Denken muss man. Ein leichtes Party-Ding wird hier nicht geliefert. Ein Argento eben - opernmäßig in Szene gesetzt, opulent inszeniert - und schwer verdaulich in jeder Hinsicht. Man muss hingucken, um folgen zu können. Farben, Töne, Musik, das Setting und auch Kleinigkeiten bilden das Ganze. Dieser Film fordert ganze Aufmerksamkeit und ist anstrengend - was anderes erwartet man auch nicht wirklich.
Eine Oper, die immer wieder zum Höhepunkt treibt, diesen aber bis zur Unerträglichkeit hinauszögert (und manches mal leider ein wenig zu viel des Guten ist)

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