Rose Elliot hat was ganz Schreckliches herausgefunden: Das Haus in dem sie wohnt, gehört zu einer der sogenannten „drei Brutstätten der Hölle“. Dieses Geheimnis darf sie nicht für sich behalten, also schreibt sie ihrem Bruder Mark. Doch schon kurz darauf gibt es die ersten Toten, irgendwer oder irgendwas Unmenschliches beseitigt einen nach dem anderen, auch Rose verschwindet spurlos, als Mark in New York eintrifft. Also macht sich Mark auf die Suche nach Antworten.
Da hätten wir nun den zweiten Teil von Dario Argentos Mütter Trilogie. Leider krankt der Film an der Krankheit der meisten Dreiteiler, das der Mittelteil häufig der Schwächste ist und oft nur die Vorbereitung zum grande Finale ist. Das trifft teilweise auch auf Feuertanz zu. Vom handwerklichen Standpunkt aus gibt der gute Dario alles, liebevoll detailliert gestaltete Settings, sehr gute Kamera und wuchtige Sounds von Guiseppe Verdi und Goblin, selbst bei der Beleuchtung wurde solide gearbeitet. Besonders gelungen fand ich Rosas Tauchgang zu Beginn, sieht sehr stylisch aus. Auf der Negativseite muß zum einen das Script aufgezählt werden, das die eh schon gewöhnungsbedürftige Geschichte recht konfus erzählt, die meiste Zeit tun einfach mysteriöse Leute mysteriöse Dinge, bei denen man als Zuschauer beim besten Willen nicht blickt was der Regisseur mit dieser Szene beabsichtigte. Das Drehbuch ist beileibe keines der eingängigen Sorte, zumal der Film ja auch weiß Gott keine Tempogranate ist und eher im zweiten Gang dahindümpelt. Besonders auffällig wird das im Showdown, der Film bleibt praktisch unaufgelöst und wenn der Abspann rollt, fragt man sich als Zuschauer unweigerlich "Hä, wars das schon?". Nicht besonders gefallen haben mir auch die Darsteller. Leading man Leigh McCloskey ist eine absolut charismafreie Zone und auch der restliche Cast wurde zurecht noch nie zur Oskarverleihung eingeladen.
Trotzdem ist der Film aber noch durchaus genießbar, ein solider Gruselthriller, aber von Meister Argento darf man da fast ein wenig mehr erwarten.
6/10