„Inferno“ ist der zweite Teil der Mütter-Trilogie von Dario Argento. Nach „Suspiria“ schafft es auch „Inferno“, das hohe Niveau dieser Trilogie zu halten.
New York. Hier steht eines der drei Häuser des Architekten Varelli, indem die drei Mütter hausen. Rose Elliot beschäftigt sich mit dem Mysterium der drei Mütter und ist sich sicher, in einem der Varelli-Häuser zu wohnen. Komische Dinge passieren in dem Haus, so schreibt sie einen Brief an ihren Bruder Mark.
Rom. Mark bekommt den Brief seiner Schwester. Er vergisst ihn in der Universität, so dass ihn die Studentin Sara an sich nimmt. Sie liest den Brief und wird neugierig. Sie macht sich auf den Weg in die Bibliothek, um mehr über die drei Mütter zu erfahren. Nachdem sie das Buch in der Bibliothek gefunden hat, wird sie von einer seltsamen Person angegriffen und kann nur ohne Buch fliehen. Aber auch in ihrer Wohnung wird sie weiter verfolgt...
Marc ist unterdessen in New York angekommen, kann seine Schwester aber nicht finden. Nun versucht Mark hinter das Geheimnis des Hauses zu kommen...
Mit „Suspiria“ hat Dario Argento einen Ausnahmefilm geschaffen, den man so schnell nicht toppen kann. Umso erfreulicher ist es, dass „Inferno“ eine wirklich gelungene Fortsetzung in der Mütter-Trilogie ist. Ging es in „Suspiria“ um die Mater Suspiriorum, so handelt „Inferno“ hauptsächlich um die Mater Tenebrarum, aber auch Mater Lachrymarum hat einen Kurzauftritt.
Argento liefert wie schon in Suspiria ein optisches Meisterwerk ab. Wunderbare Technicolorfarben bestimmen das Bild und schaffen sofort eine Atmosphäre à la „Suspiria“.
Der Soundtrack ist diesmal nicht von Goblin, sondern von keinem geringeren als Keith Emerson, ja genau der Emerson, von Emerson Lake & Palmer. Ist die Musik zu Begin noch recht zurückhaltend, anfangs sogar noch klassische Musik von Vivaldi, so haut der Soundtrack gegen Ende richtig rein und schafft eine unheimliche Atmosphäre. Ferner muss man sagen, dass gegen Ende eh keiner mehr wirklich ruhig auf der Couch sitzen kann. Argento schafft es wie schon bei „Suspiria“, die Spannung gekonnt auf die Spitze zu treiben.
Die Opfer der Mater Tenebrarum sterben hier natürlich wieder auf typische Argentoweise. Argento hat sich wieder einiges einfallen lassen, um den Zuschauer zu schocken. Zwar geht Argento nicht in überblutige Bereiche, doch sie sind alles andere als harmlos. Gepaart mit der gruseligen Atmosphäre sind sie ein Highlight.
Fazit: Gelungener zweiter Teil der Mütter-Trilogie. Auch hier stimmen Atmosphäre, Kameraarbeit und die Tricks. Schade nur, dass bis jetzt die Trilogie immer noch nicht beendet wurde. Vielleicht wird es ja noch mal was.