Alle Kurzkommentare


8

Natürlich: Diese hölzernen Darsteller. Diese schreckliche Kleidung. Dieses Stückwerk an Handlung. Diese dämliche Katzen- und Rattenszene. Dieser finale Mummenschanz. Aber: Diese Bilder. Diese Szenen. Diese Farben. Diese Klänge. Dario Argento ist mit seinem SUSPIRIA Nachfolgefilm ein traumhaft unwirkliches Horrormärchen gelungen, untermalt von den nervös treibenden, dann wieder bedrohlich trippelnden Klavierklängen Keith Emersons, in knalligen Primärfarben künstlerisch künstlich ausgeleuchtet und mit atmosphärisch aufgeladenen Set Pieces, die zwar nicht ganz die Brillanz des Vorgängers erreichen, aber durchaus in derselben Tradition stehen. Argento in Reinform, auf der Höhe seiner Kunst. Da verzeiht man gerne den einen oder anderen Ausrutscher – ein Traum ist ja auch nicht stringent.

4

Dario Argentos zweiter Teil der Mütter-Trilogie also. Was vom Vorgänger SUSPIRIA mit hinüber gerettet werden konnte, dass sind die merkwürdig bunt ausgeleuchteten und surrealistischen Settings und die für Argento so typischen künstlerischen und prägnanten Bildkompositionen. Schmerzlich vermisst werden hingegen die ins Ohr gehenden Klänge von Goblin, die der Atmosphäre des Films sicher erheblich geholfen hätten. Ein paar erwartungsgemäß skurrile Einfälle und Details, für die der Regisseur ebenfalls so bekannt ist, werten die ansonsten langatmige und alles andere als schlüssige Story ein wenig auf. Zu viele Begebenheiten scheinen durch schwarze Magie erklärt zu werden. Und die Szene, in der einige Katzen in einem Sack ersäuft werden, finde ich ebenso unnötig wie scheußlich.

6

Dies sollte eigentlich eine Fortsetzung von Suspiria sein. Leider hab ich nichts gefunden, dass diesen Schrott damit verbindet. Die Story ist ehrlich gesagt so einfach und minimal, dass man glatt vergisst was man da vor sich hat. Die ersten 10 Minuten vergehen ohne ein Wort. Eine junge Dame sucht nach einem Schlüssel in einem mit Wasser befüllten Raum. Anfangs gibt es natürlich eine Andeutung auf die drei Mütter. Doch die Mutter kommt nur am Ende. Die Splatter Einlagen errinern an Dario Argentos Filme. Doch der Rest ist nichts. Sehr lange Szenen die völlig ohne Dialoge auskommen sind das Markenzeichen von Inferno. Atmosphärisch gesehen, hats schon hingehauen. Die dunklen Zimmer, das alte Gebäude und die drei Mütter Story helfen etwas Mystery Feeling aufzubauen. Leider fehlt es an Action und Spannung. Fazit: Inferno überzeugt nur durch seine Atmosphäre. Nur für Dario Argento Fans zu empfehlen.

9

Surrealismus im Horrorfilm: das ist ganz klar ein Argento! Wie immer gibt es kaum eine Storyline, aber dafür strotzt der Streifen von einer visuellen Kraft, dass es geradezu ein Fest für Genre-Fans ist! Die visuelle Umsetzung von Blau-Rot-Szenarien, sowie die künstlerische Ausleuchtung verschiedener Sets ist einfach ein Phänomen im Genre. FAZIT: Nicht Jedermanns Kost und schon gar nicht für Mainstreamer geeignet - für alle anderen ein absolutes Mystik-Meisterwerk des "Modernen Horrorfilms" . Nur 9 Punkte deshalb, weil das Totenskelett am Ende des Filmes maskenbildnerisch so simpel ist. Ich empfehle natürlich nur eine uncut DVD und keine deutsche TV-Fassung - ist ja eigentlich selbstredend.

7

Horror Infernal ist auf jeden Fall einer der besseren Filme von Dario Argento. Ob er allerdings an Phenomena oder an Tenebrae heranreicht, ist Frage des Geschmacks. Argento führt in Horror Infernal eine einzige Schauergeschichte auf, die eine klare Story aufbaut und nicht wie andere behaupten, sinnlos und zusammenhagslos wirkt. Einige Elemente des Films haben typischen Argento-Überraschungseffekt, ohe großartige Mordszenen vorzustellen. Die Musik ist genial, die Kamera (wie alle Argentos) ziemlich gut, und die Story allemale ausreichend. Überraschend: Super Schauspielführung ! Einziger negativer Aspekt des Films: Wer ist am Ende der Mörder ? Der Film gibt darüber keinen Aufschluss, sondern bringt eine typische Teufelsstory am Ende ein... Allerdings kann man eventuell auf den Mörder verzichten, da das Ende ja Horror pur ist und somit nicht dringend nach einen Mörder sucht... Ansonsten auf jeden Fall sein Geld wert. 7/10

9

Der nach "Suspiria" zweite Teil der "Drei Mütter"-Trilogie ist ein überaus surrealer Argento-Film, der von den in bedrohlich-schillernden Farben ausgeleuchteten Sets lebt, die eine einzigartige Atmosphäre erzeugen. Wie auch "Suspiria" spielt "Horror Infernal" in idealistischen Umgebungen und verlässt den Boden der Realität völlig. Von daher ist "Horror Infernal" schwerer zugänglich als andere Werke Argentos, lässt aber spüren, dass er tatsächlich sein persönlichster Film ist. Das Finale ist Horror pur.

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