Review

Zwei Schwestern und ein Psychologe treiben ein Verwirrspiel mit doppeltem Boden,das von Hitchcock hätte stammen können,es fehlt nur ein bisschen mehr Augenzwinkern.

Psychologe Isaac Barr verliebt sich in Heather,der Schwester der Patientin Diana.Heather ist jedoch mit einem Gangster verheiratet.Eines Tages wird dieser erschlagen.Der Psychologe versucht alles,um der verdächtigen Heather zu helfen und gerät dabei in eine Falle.

Wenn man mal mit einer Frau ausgeht und diese sich daneben benimmt,weil sie einen über den Durst getrunken hat,kann man sich mit der Erklärung einer „pathologischen Intoxikation“aus der Affäre ziehen…
Recht geschickt baut der Film psychoanalytische Motive ein,die den Zuschauer auf eine falsche Fährte locken,auch wenn dabei zuweilen etwas dick aufgetragen wird und einige Zufälle zuviel entstehen(Hanteldiebstahl bei sich kreuzenden Straßenbahnen).
Vor allem den schauspielerischen Leistungen ist es zu verdanken,dass man trotz einiger Längen im Mittelteil nicht das Interesse verliert:Richard Gere überzeugt als ruhiger Psychologe ebenso wie Basinger und Thurman und besonders Eric Roberts in der Rolle des griechischen Gangsters weiß zu gefallen.
Der Score von George Fenton orientiert sich klar an Herrmanns Vorbild,der oft für Hitchcock tätig war.
Nicht zuletzt dadurch hat man den Eindruck,sich in einer modernen Variante von Vertigo zu befinden.

Das Finale auf dem Leuchtturm ist recht spannend ausgefallen und kann vor allem optisch Akzente setzen.
Aufgrund überzeugender Darsteller und einer Story mit doppeltem Boden ein unterhaltsamer Suspense-Thriller.
7 von 10 Punkten

Details
Ähnliche Filme