McCool's ist eine Bar, in welcher Randy als Barkeeper arbeitet, und als er Feierabend macht, bekommt er mit, wie Jewel einen Streit mit ihrem Freund hat. Randy will ihr helfen, als sie zurückgelassen wird und der Firebird davon braust. Randy nimmt sie mit nach Hause, und als beide miteinander im Bett waren, eröffnet sie ihm, dass das ihre Masche ist. Die Männer sollen glauben, dass sie einen Streit mit ihrem Freund hat, und wenn sie dann mit nach Hause genommen wird, informiert sie ihn per Telefon und die Männer werden dann ausgeraubt. Doch leider gibt es bei Randy nichts zu holen, so dass er wieder ins McCool's muss, den Safe aufmachen, doch dabei erschießt Jewel ihren vermeintlichen Freund. Detective Dehling wird mit den Ermittlungen beauftragt, doch dieser ist beim ersten Anblick fasziniert von Jewel, denn sie erinnert ihn an seine Frau. Und er verfällt ihr.
Um nicht in Armut zu Hausen, bringt Jewel Randy dazu, Einbrüche zu machen, damit sie einen höheren Lebensstanddard haben. Doch bei einem der Einbrüche, geht etwas schief und der Besitzer kommt zu Tode. Detective Dehling vermutet, dass dort etwas nicht stimmt. Und als er dann noch Jewels Veilchen sieht, verfügt er kurzerhand ein Kontaktverbot zwischen Randy und Jewel, damit er selbst freie Bahn hat.
Und auch Randys Bruder Carl ist an Jewel interessiert, obwohl dieser verheiratet ist und zwei Kinder hat. Und er konkurrierte mit dem Opfer des Einbruchs um einen Posten in einer Kanzlei. Und Dehling wittert schon ein ideales Motiv hinter dem Verbrechen. Und um sein Leben wieder zurück zu gewinnen, setzt Randy einen Killer auf Jewels an, ohne zu wissen, wie letzten Endes aus dieser Nummer wieder rauskommen soll. Bis er sich an jemanden wendet, um Jewel zu töten, und dieser Jemand ist Mr. Burmeister...
Wertung:
"Eine Nacht bei McCool's" ist aus meiner Sicht ein extrem unterschätzter Film von einer rabenschwarzen Komödie, denn es sind die Verkettungen der Umstände, die diesen Film eigentlich liebenswert machen, denn es ist gerade das Verhältnis der Männer zueinander über das gleiche Begehren der Hauptperson Jewel. Und Liv Tyler fügt sich hier in dies Rolle perfekt hinein. Es sind immer wieder Situationen mit entsprechender Komik zu sehen, meistens durch das absonderliche Verhalten, denn hier wird überspitzt dargestellt, was manche Männer anstellen, um eine Frau für sich zu gewinnen bzw. was sie machen, wenn sie augenscheinlich freie Bahn zu haben scheinen. Randy wird kriminell, der Detectiv bricht ebenfalls Recht, indem er Beweismittel vernichtet und ein widerrechtliches Kontaktverbot verhängt und Carl betrügt seine Familie, obwohl er eigentlich ein glücklicher Familienvater ist. Alle Männer sind diesbezüglich im Zwiespalt und im Unreinen mit sich selbst, denn alle suchen das Gespräch zu einer Person: Randy zu Mr. Burmeister, den er in einer Bingohalle trifft, um ihn eigentlich mit einem Auftragsmord an Jewel zu beauftragen, Detecvie Dehling zu einem Priester und Carl zu einer Psychiaterin Dr. Green, die versucht zu verstehen, warum Carl seine Familie betrügt.
Alle Männer verhalten sich nur merkwürdig, damit sie Jewel gefallen und letzten Endes eine gewisse Art von Partnerschaft mit ihr eingehen können. Jewel hingegen in ihrer manipulativen Art kann die Männer gekonnt kontrollieren, so dass die gesamte Handlung nach ihrem Willen abzulaufen scheint.
Die Besetzung ist absolut erstklassig: Herausragend ist Liv Tyler, die viele nur als Arwen aus dem "Herren der Ringe" kennen, aber bereits in "U-Turn" hat sie eine ähnliche Rolle, wenn auch nicht ganz so bedeutend, gehabt. Auch die männlichen Hauptrollen sind gekonnt besetzt, denn sie verkörpern jeweils einen unterschiedlichen Typ Mann: Matt Dillon als Randy eher der Typ von Nebenan, hier eher ärmlich aber insgesamt eigentlich ein guter, John Goodman als der schmierige Cop, der doch etwas unsympathisch in diesem Film dargestellt wird, Paul Reiser, der mir zuvor gar kein Begriff war, der aber als der erfolgreiche Anwalt mit absonderlichen Vorlieben daher kommt, und Michael Douglas, der hier zwar die geringste Rolle spielt, diese aber als alternder Auftragskiller durchaus gut ausfüllen kann. Das alles ergibt das Gesamtbild von "Eine Nacht bei McCool's", denn es macht keinen Unterschied, welcher Typ Mann man hier ist, denn alle, einer nach dem anderen verfallen Jewel, und so wird Jewel selbst als ein begehrenswerte Objekt dargestellt für jedwede Art von Mann dargestellt. Das kann man jetzt als Klischee bezeichnen, dennoch gefällt mir das Setting aber ausgesprochen gut. Gerade diese 5-Eck-Beziehung kann sich hier sehen lassen, und so verwundert es bei der Besetzung, dass dieser Film nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Aus meiner Sicht hätte er diese verdient.
Als Wertung bleiben für mich 07/10 Punkte. Eigentlich eine Sichtungsempfehlung, wenngleich eine Blu-ray auf sich warten lässt und wahrscheinlich niemals erscheinen wird.