Ah, ja, der gute Herr Schnaas mal wieder ... ich hatte die Zwerchfellattacken noch sehr gut im Gedächtnis, als ich mir "Goblet of Gore" kaufte und was soll ich sagen: Es hat sich von vorn bis hinten gelohnt.
Mal kurz zur Story:
Der Film beginnt im dunkelsten Mittelalter. Eine Wikinger-Hexe hat die Absicht, den Kelch des Blutes zu füllen, um damit Tod und Verderben über die Menschheit zu bringen. Gott sei dank wird sie vom guten Ritter Lazare aufgehalten. Bevor sie stirbt, verlfucht die Gummihex unseren wackeren Recken und schwört, zurückzukehren.
Machen wir gemeinsam mit dem Film einen Sprung in die Neuzeit: In einem filzigen Punk-Schuppen treffen wir auf Fusselchen, eine Art Campino-Parodie, der, nachdem er einen Schluck aus dem Goblet of Gore, der dezent neben ihm "aufpingt", genommen hat, zu einer Art Sexmachine mutiert und einer punkigen Schöhneit *schauder* beim Fellatio den Kopf platzen lässt.
Nachdem er Misses Ed, dem sprechenden Pferd, so das Lebenslicht ausgeblasen hat (tut mir leid, dieses Wortspiel bot sich an wie eine billige Sie-wissen-schon-was), füllt sich der Kelch des Blutes. Oh Graus! Das bedeuetet ja ...!
Genau! Sie haben es erfasst: Das Ende der Welt rückt immer näher!
Auch in den nächsten Episoden erwarten uns eimerweise Schwachsinn, Sex und Geschmacklosigkeiten en masse. Doch auch, wenn Sie es bei all den guten Effekten nicht erwartet hätten: Hier handelt es sich weder um einen Snuff-Film, noch um eine Reportage, also seien Sie unbesorgt. Bis auf den guten Geschmack und den gesunden Menschenverstand sind keine wirklichen Opfer zu beklagen gewesen.
Kommen wir mal zu den Highlights:
Zuerst einmal die englische Synchro, die so beköpert ist, dass man sie gehört haben muss. Falsche Grammatik und eine katastrophal schlechte Betonung laden hier zum Lachkrampf ein. Dann: Die Effekte. Hui, da geht so einiges, glauben Sie mir. Geben Sie sich bitte Mühe, sich nicht die Augen zuzuhalten, wenn Sie den Höllendrachen der Hexe zum ersten Mal sehen. Ich weiß, er sieht verdammt echt aus, aber es ist doch nur ein Film .... Genießen sie zusätzlich auch die explodierenden Silversterkracher und die täuschend echten Dildos, die ... verzeihung, ich habe da eine Lachträne im Auge ...
Und dann ... ach, über den Nazi verliere ich mal kein Wort. Bitte schauen Sie ihn sich selbst an. Vor allem, wenn er beim Sich-einen-Schrubben herumhüpft wie ein wilder Affe und dazu in die Luft ballert (aus welchem Grund auch immer ) werden Sie entweder lachen oder weinen. Oder vielleicht auch beides gleichzeitig.
Fazit:
Für Trashfans, Alkoholiker, Kiffer, Blinde, Taube und Liebhaber des Besonderen ein absolutes Muss!