Die Malerin Jane begeht eines Nachts ohne ersichtlichen Grund Selbstmord, indem sie sich vom Dach ihres Apartment-Hauses stürzt. Ihre Zwillings-Schwester, die Rechtsanwältin Megan, ist von Janes vermeintlichem Freitod erheblich geschockt und beschließt darauf hin, einige Zeit in deren Wohnung zu verbringen, um den Hintergründe der Tat auf die Spur zu kommen. Megans Freund Sean ist von der Idee nicht gerade begeistert, lässt sie aber gewähren, und so kommt sie in der Folgezeit dahinter, dass ihre Schwester wohl so eine Art Doppelleben geführt hat und in der örtlichen S/M-Szene (keine Panik, klingt schlimmer als es ist) eine große Nummer gewesen sein muss. Zusätzlich bändelt Megan auch noch mit einem gewissen Michael Pacer an, der der Verstorbenen offenbar sehr nahe stand. Nach und nach verdichten sich nun die Hinweise darauf, dass Jane gar nicht freiwillig vom Dach gesprungen ist, sondern vielleicht ermordet wurde. Die Aufklärung bringen schließlich die Tagebücher und Webcam-Aufzeichnungen der Toten. Klar, dass sich Megan mit ihrer Schnüffelei selbst in große Gefahr bringt... Oh Junge, was sollte das denn? "Darkness Falling" ist nichts weiter als ein ganz billig hingerotztes und augenscheinlich auf Video abgedrehtes Filmchen, das im Groben wohl gerne so was wie ein Erotik-Thriller wäre, aber dabei auf der ganzen Linie versagt. Regisseur Dominic Shiach ist es nämlich gerade mal gelungen, seinen Streifen als Abklatsch besserer Vorbilder daherkommen zu lassen, ohne dabei deren technischen Standard oder bewusst eingesetzte Schlüpfrigkeit zu erreichen, denn auf Sex hat man hier gleich zur Gänze verzichtet und das Prickelndste dürften da noch die wenigen verschämten Dusch-Einlagen der Hauptdarstellerin Janet Kidder sein. Die machen den Speck beileibe nicht fett, weswegen die Angelegenheit bei der anvisierten Zielgruppe ohne jeden Zweifel sang- und klanglos durchfallen wird. Die musikalische Untermalung ist derweil zwar ganz unverschämt an den Score von "Basic Instinct" angelehnt, aber nur deshalb kann "Darkness Falling" noch lange nicht an den Verhoeven-Blockbuster anknüpfen, denn dazu fehlt es hier nicht nur an nackten Tatsachen, sondern auch an schlichter Spannung. Somit ist das Ganze letztendlich nicht nur völlig uninteressant geworden, sondern glatt so banal, langweilig und komplett durchsichtig, dass man sich eigentlich nicht mal so richtig darüber ärgern kann, denn das hieße, den Streifen ernster zu nehmen, als seine Macher es getan haben. Da fragt man sich doch, wieso es tatsächlich zwei namhaftere Schauspieler wie Jason Priestley und Patsy Kensit in diesen schlappen DVD-Murks verschlagen hat... herrschte da etwa Flaute auf dem Bankkonto?
3/10