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Heftige Halloween-Vibes ziehen sich durchs anfängliche Szenario, als ein kleiner Junge im Prolog den Lover seiner Mutter absticht, welcher ihn zuvor ans Bett gefesselt (& dem die beschwipste Mom einen ihrer Strümpfe über den Kopf gezogen) hat. Seine Schwester verfolgt die Gräueltat in einem alten Spiegel.

20 Jahre später. Lacey (Suzanna Love) wird immer noch von Albträumen gequält, ihr Bruder Willy (Nicholas Love) hat seit der Tat kein Wort mehr gesprochen. Um mit der traumatischen Vergangenheit ein für alle Mal abzuschließen, kehrt Lacey mit ihrem Mann Jake (Ron James) an den Ort der Untat zurück. Als Lacey im immer noch im Zimmer hängenden Spiegel den vermummten Toten erblickt, zerschmettert sie ihn im Affekt & setzt damit eine unheimliche Mordserie in Gang...

Ulli Lommels The Boogey Man ist ein kruder Slasher, der zum Ende hin noch mit Exorzismus-Motiven aufgepeppt wurde. Die Idee, dass ein gewaltsam zu Tode gekommener Mann mit Hilfe von Spiegelscherben zu morden beginnt, ist recht originell & irgendwie cool, wobei er bei seinen Opfern nicht wählerisch ist. Er nimmt quasi, was er kriegen kann.

Die Kills sind akzeptabel umgesetzt, mit dem Schereneinsatz im Badezimmer als blutiges Highlight. Als am einprägsamsten (nach der Erstsichtung vor zig Jahren) erwies sich indes der innige Todeskuss im Auto. Gut gefallen haben mir außerdem die phasenweise unheimliche Atmosphäre sowie Hauptdarstellerin Suzanna Love, die vielleicht nicht die Schönste im Land ist, dafür aber eine starke Ausstrahlung hat. In einer Nebenrolle mit dabei: John Carradine.

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