Luigi Cozzi kennt man eigentlich nur als Regisseur in Argentos TV-Reihe „Door of Darkness“ oder eben als Schreiber für Dario Argento. Und eben besagter Cozzi schuf eine Art Gialo, der gar nicht mal so schlecht ist.
Die Zeiten sehen mau aus für Giorgio Mainardi (George Hilton). Seine Frau Nora hat endgültig genug von ihm. Geld verprassen, andere Frauen, Nora zieht einen Schlussstrich und damit gibt es auch kein Geld mehr für Giorgio. Geld, was er dringend benötigt. Zufällig sieht er, wie ein Killer (Michel Antoine) gerade ein Opfer beseitigt. Giorgio macht ihm ein Agebot: 20.000$, wenn er seine Frau ermordet. Der Killer willigt ein und alles scheint zu klappen. Der Killer versteckt die Leiche im Wagen, geht zurück ins Haus, um das Licht zu löschen und Spuren zu verwischen. Als er das Haus verlässt, ist sein Wagen verschwunden. Gestohlen von einem jungen Paar, welches jetzt auf Vergnügungstour geht. Der Killer muss ihnen folgen.
Doch auch Giorgio hat keine Ruhe. Die Polizei ist schon da und hat schon einige Zweifel...
Sicherlich wird Cozzi nie der große italienische Filmemacher werden, wie es z.B. Dario Argento ist. Doch muss man zugestehen, dass dieser kleiner Giallo gar nicht mal so schlecht ist. Auch wenn die klassischen Giallo-Motive fehlen (der Killer kennt man sofort, recht unspektakuläre Morde etc.), kann man mit dem Gebotenen zufrieden sein.
Schauspielerisch darf man nicht viel erwarten, fast alles No-Name Schauspieler. Der Splatter-Fan wird sicherlich den Killer, Michel Antoine, kennen. Er war das erste Opfer in Fulcis „Geisterstadt der Zombies“, wo er nach mit Ketten und Säure malträtiert wurde.
Fotografiert im schönen Cinemascopebildern gibt es einige schöne Szenen. Die beste Szene ist zugleich eine Sexszene im Film. Krasser könnten die Unterschiede nicht sein. Auf der einen Seite sehen wir zwei Personen, die sich nur wenige Augenblicke kennen, aber schon leidenschaftlich Sex haben. Diese Szene wechselt sich aber immer wieder mit der Vergewaltigung einer Jungfrau ab, die unter Tränen die Prozedur über sich ergehen lassen muss. Dabei ist Cozzi ziemlich deutlich, was einen recht wundert. Jedenfalls könnten diese Szenen unterschiedlicher nicht sein. Sicherlich die härteste Szene im ganzen Film.
Von Gialli erwartet man harte, blutige Morde. Beides gibt es hier nicht. Eher ist der Film eine Art Krimi. Größtenteils geht es hier darum, wie der Killer die beiden Jugendlichen verfolgt, abgewechselt mit einigen Polizeiszenen. Das wird nicht jedem gefallen, da Cozzi dies recht langsam inszeniert. Doch gegen Ende wird ein wenig munterer, auch wenn das Finale relativ schnell vorbei ist.
Fazit: Cozzi gelang ein recht unterhaltsamer Genrefilm des italienischen Films. Sicherlich wird der Film keune Bäume ausreißen, aber er ist recht kurzweilig und er unterhält. Kann man sich sicherlich anschauen, besonders Fans italienischer Filme. Schwanke zwischen 6 oder 7 von 10.