Thrillerdrama mit dem Spiel um Veränderung der Identität, wobei diese grundsaetzlich reizvolle Idee zwar relativ weit angerissen, aber trotzdem wenig ausgeleuchtet wird, der dramatische Aspekt nicht wirklich herüber kommt und die Umrandung mit der Thrillerhandlung zuwenig Stärken hat.
Michelle und Fan waren in den Kindheit zusammen mit Michael die dicksten Freunde, wobei sich die beiden Mädchen damals schon zwillingsgleich ähnlich sahen. Diese Verbindung wird je unterbrochen, als Fan's Mutter vergewaltigt und getötet, und Fan entführt und über die Jahre zur Killerin ausgebildet wird.
Bei einem scheinbar normalen Auftrag tötet sie dann eine Frau, um erst danach festzustellen, dass diese Michelle ist, nimmt deren Identität an und besucht Michael, der beide Frauen ewig nicht gesehen hat. Aber der Auftraggeber folgt ihr....
Die Geschehnisse nach diesem etwas zu konstruiert erscheinenden Anfang sind zwar nicht gänzlich unspannend, aber auch nicht wirkend. Warum sich Fan überhaupt als Michelle ausgibt muss sogar am Ende von ihr selber erklärt werden, ausserdem deuten dabei die gezeigten Kindheitsbilder nicht wirklich auf diese Erklärung hin.
Bei der Charakterisierung der toughen Killerin scheitert Michelle Reis vollkommen, und der Wandel von der Killerin zu der eher seichten Modedesignerin geht viel zu schnell. Canti Lau als Michael ist einfach nur ein Weichei, ausserdem spielt er wie Andy Lau für Arme und sieht diesem auch noch recht ähnlich, kein Wunder dass der sowenig Eindruck in der Szene hinterlassen hat. Waise Lee als Cop wirkt auch eher lächerlich, besonders in der Aufmachung im Muskelshirt.
Ausserdem kommt der Film nicht wirklich vom Fleck; als Actionflick ist er übrigens fast völlig ungeeignet, bis auf das Ende passiert gar nichts. Dieses ist auch sehr fix abgedreht worden, hat zwar einige stimmige Bilder, aber ebend alles huschhusch.