Frühneunziger Verfilmung der Lovecraft-Kurzgeschichte „Der Fall Charles Dexter Ward“ von US-Regisseur Dan O’Bannon, der hier neben „The Return Of The Living Dead“ seine leider einzige Regiearbeit ablieferte und sich ansonsten eher als Drehbuchautor für z.B. die Alien-Filme verdingte. Anscheinend handelte es sich bei „The Resurrected“, der hierzulande als „Tanz der Teufel“-Fortsetzung zu vermarkten versucht wurde, um eine gering budgetierte „Direct to Video“-Produktion, die durch die billige deutsche Synchronisation trashiger wirkt, als sie letztendlich ist. Die Geschichte wurde in die Gegenwart portiert, modernisiert und gestreckt. Ein wenig schwarzen Humor gibt es auch, zu einer Komödie wie O’Bannons andere Regiearbeit wird der Film aber nicht. Gleich zu Beginn fällt die übertriebene Verwendung gängiger Horrorklischees wie z.B. das heftige Gewitter unangenehm bis amüsant auf. Als dann aber in einer Rückblende, die den eigentlichen Film darstellt, die vorausgegangenen Ereignisse dokumentiert werden, gewinnt „The Resurrected“ trotz zumindest in der deutschsprachigen Fassung mitunter etwas fragwürdiger Dialoge an Qualität. Sehr unterhaltsam wird die Geschichte von Besessenheit, Wiedergeburt und schiefgelaufenen Experimenten erzählt, die folgerichtig dann auch einige wirklich gut gemachte Masken und Effekte bietet, die Freunden von Körper- und Kreaturen-Horror gefallen sollten und die Höhepunkte des Films darstellen. Leider verlaufen einige als Actionsequenzen ausgerichtete Szenen dann doch recht actionarm, was vermutlich dem geringen Budget geschuldet ist. Auch wird es mit bunt blitzenden Effekten aus der Konserve für meinen Geschmack übertrieben. Positiv hervorzuheben ist aber die schauspielerische Leistung Chris Sarandons in seiner Doppelrolle. Als Fazit möchte ich „The Resurrected“ als durchaus gelungene Lovecraft-Adaption bezeichnen, der etwas weniger Klischee und ein höheres Budget gutgetan und sie vermutlich über den gehobenen Durchschnittsbereich hinausgerettet hätten. Wer viel mit Brian-Yuzna- und Stuart-Gordon-Filmen anfangen kann, kann aber auch hier guten Gewissens zugreifen.