Ich habe den Film unter dem Titel: „Die Rechnung wird mit Blei bezahlt" gesehen. Einer von den Titel bei denen die Synchronisationsverantwortlichen rumgewerkt haben. Der Italienische „Da Uomo a Uomo" (i.d.S. Von Mann zu Mann) oder der Englische „Death rides a Horse" ( i.d.S. Der Tod reitet ein Pferd ) waren wohl nicht gut genug. Wie auch immer, der Zuschauer bekommt einen Italowestern allererster Güte serviert.
Zu den beklemmenden Klängen von Ennio Morricone wird ein Überfall begannen. Dabei wird auch eine Familie niedergemacht. Nur der kleine Sohn Bill kann entkommen. Doch von jedem Bandit merkt er sich eine Kleinigkeit: Ohrring, Halskette, Tätowierung, Narbe, Gesicht und die Sporen der Banditen. 15 Jahre später ist der Junge ein Mann (John Phillip Law), ein Meisterschütze und bereit zur Rache. Einer der Banditen Ryan (Lee Van Cleef) kommt nach 15 Jahren aus dem Knast raus, von seinen Kollegen damals verraten sinnt auch er auf Rache.
Die ersten Szenen mit dem Überfall im Regen, Bills Schießübungen und die Entlassung aus dem Knast von Ryan sind wirklich stimmungsvoll gefilmt und mit der eindrucksvollen Musik von Morricone untermalt. Morricones Musik ist in diesem Film hervorragend und man merkt welches musikalisches Genie dieser Mann ist. Die Klänge sind nicht unbekannt und angelehnt an die Leone Klassiker. Wie der ganze Film sehr an die Leone Western angelehnt ist. Das beweißt auch die Kleidung von John Phillip Law der Clint Eastwood sehr ähnlich schaut. Ebenfalls an den Bildern, den Closups auf die Gesichter der Charaktere und treffenden Landschaftsaufnahme erkennt man die Anlehnung an Leone. Ist die Musik durchaus das große Glanzlicht im Film, so kann die Story nicht ganz überzeugen. Zu ähnlich ist sie den vielen Rachewestern. Beginnt der Film wirklich großartig, so schwächelt die Story später etwas dahin. Doch das Zusammenspiel (und Gegeneinader) von Ryan und Bill bleibt interessant und hält die Spannung aufrecht. Es kommt zu einigen Wendungen in der Handlung und das Ende ist dann doch überraschend.
Die Bösewichte sind durchwegs mit den bekannten (und guten ) Standardgesichtern ( Luigi Pistilli, Anthony Dawson, Jose Torres, Mario Brega etc. ...) der Italowestern besetzt. Bei John Phillip Law hat man leider immer das Gefühl, Clint Eastwood ( oder Franco Nero, Guilano Gemma, Terence Hill etc....) wären besser in der Rolle . Er wirkt sehr bemüht, kann aber nicht so ganz überzeugen. Doch es macht durchaus Spaß einmal ein unverbrauchtes Gesicht zu sehen. Fantastisch ist wiedermal Lee Van Cleef. Fast scheint es ja so als ob das Italo Western Genre für diesen Mann erfunden worden ist.
Durch die alles überragende Musik von Morricone, dem launigen, guten Spiel von Lee Van Cleef und eindrucksvollen Bildern ist dieser Rachewestern ein Highlight innerhalb des Italo Western Genres.