Ahja, jetzt weiß ich endlich was passiert, wenn Lloyd Kaufmann und Michael Hertz die Sau raus lassen. Denn das tun die beiden bei ihrem 4. Toxie-Abenteuer wirklich und reichlich.
Wie kommt man nur auf all diese abgefahrenen Ideen!? Drogen allein können´s jedenfalls nicht gewesen sein.
Aber langsam: Ein paar Monate ist´s schon her, da kam ich in den zweifelhaften Genuss der ersten drei Toxic-Avenger Abenteuer. Entgegen der hiesigen Meinungen fand ich seinen ersten Filmauftritt sogar noch mit am Besten (was noch lange nicht heißt dass er über die 5-Punkte-Marke hinauskommt). Klar, eine strunzdumme Geschichte, untertalentierteste Schauspieler (teilweise wohl vom nächsten Straßenstrich gecastet) und schlechte Effekte – Wer könnte das nicht mögen?
Auch wenn ich´s nicht gedacht hätte: Ich!
Den angeblichen Erfolg der Reihe konnte ich beim besten Willen nicht nachvollziehen (und keine mir bekannte Rausch verschaffende Substanz könnte etwas daran ändern). Doch dann kam er zurück! Mit einem Paukenschlag des schlechten Geschmacks.
Sagte ich Geschmack? Vergesst das Wort! Denn dieses Tromawerk kann man sich beim besten Willen nicht auf der Zunge zergehen lassen – es wird nicht serviert, sondern direkt in die Vene gespritzt. Nymphomane Terroristen, Cracksüchtige Behinderte, unsinnige Blutfontänen, Ron Jeremy als Bürgermeister und mittendrin Seargent Kabukiman. Das ist kein Feuerwerk an Trash das hier abgefeuert wird, das ist die Atombombe unter den Fun-Splattern (zumindest im amerikanischen Original). Ohne Scheiß, ich habe mich köstlichst amüsiert (wobei man – wie wohl bei allen Tromas – auf eine ausreichende Versorgung an Bier acht nehmen sollte), und wenn selbst der drittklassigste Gag auf Kosten wehrloser Minderheiten immer noch zündet, weiß ich – das hier ist Realfilmpendant zu Southpark – nur ohne Moral!
Wer jedoch auch nur den letzten Rest davon in sich zu spüren meint, sollte tunlichst auf Abstand gehen. Allen anderen wünsch ich einen schönen Abend – hoffentlich ohne Kater danach.