Unsere Gruppe Cheerleader fährt zu einem Contest in ein Waldcamp, neben dem obligatorischen Fettsack Timmy (Marke: peinlicher Voyeur) sitzt übrigens der unsägliche Leif Garrett als Brent auf dem Fahrersitz. Als eines der hübschen Mädchen blutüberströmt und mausetot aufgefunden wird, vermutet die Leiterin Mrs. Tipton einen Selbstmord, während der geübte Slasherfan schon besser informiert ist. Warum sonst ist der Platzwart so ein schmieriger Schleicher, ebenso der finster dreinblickende Koch, der Sheriff ein Spanner und überhaupt treibt die Konkurrenzsituation um die Camp Queen in solchen Filmen merkwürdige, zuweilen blutige Blüten. Bis dahin allerdings, also bis zur zweiten Hälfte, ist es ein weiter Weg, abgesehen von Alisons blutigen Visionen gepflastert mit Comedyeinlagen, Sexszenen und einem infantilen Niveau wie „Eis Am Stiel“. Was das „Camp Hurrah“ zu bieten hat, ist zum Glück mehr als Teeniewitzchen und eine Riege Darstellerrinnen, die unverkennbar nach ihrem Äußeren gecastet wurden. Die Anwesenden werden später nämlich ganz passabel dahingerafft, Heckenschere durch den Kopf, Kopf in der Bärenfalle, neben diesen grafischen Highlights begnügt man sich oftmals mit Ansichten der toten Opfer, die allerdings auch ganz hübsch schaurig drapiert sind. Einige Tanz- und Musikszenen passen wiederum zur heiteren Grundstimmung, mehr als vergnügter B-Slasher will dieser Film nie sein.
Fazit: Von allem etwas, für begeisterte Anhänger von „Sleepaway Camp“ und dergleichen einen Blick wert. 4/10 Punkten