Review

Nightmare on Strip Street

Es gibt dutzende Slasher im Ferienlager. Und fast genauso viele mit Cheerleadern als Opfer. Warum diese zwei Szenarien nicht viel öfters oder früher zusammengeführt wurden? Das haben sich die Macher von „Cheerleader Camp“ wohl auch gedacht und diesen trashigen 80er-Jahre-Killercocktail aus Brüsten, Blödheit und blutigen Pompoms zusammengebastelt. Es geht um ein Cheerleaderteam, das zu einem Wettbewerb in eine Art Sommercamp oder Trainingslager fährt. Doch neben kleineren Zickereien innerhalb Gruppe und gern gesehenen Brustvergleichen mit anderen Mädelsmannschaften, stapeln sich nach und nach die Leichen. Wer schafft hier brutal die leidliche Konkurrenz ab? 

„Cheerleader Camp“ aka „Bloody Pompoms“ ist ein Paradebeispiel für „dumm kickt gut“. Zumindest ab und zu. Und zumindest im Slasherzirkus. Trotz all seiner Mängel - wie kaum talentierten Darstellern, einer unglaublich vorhersehbaren Story, Traumsequenzen bei denen Freddy Kruegers untalentierter Cousin am Werk sein muss oder einem Vibe, der eher an „Porkys“ oder „Eis am Stiel“ erinnert als an „The Burning“ oder „Sleepaway Camp“ - kann ich dieses Cheerleadermassaker einfach nicht nicht mögen. Dazu sind die Mädels zu heiß und zeigefreudig, die Kills zu saftig und solide, die Dialoge zu unfreiwillig komisch und das Setting fühlt sich zu heimisch und warm an. Eigentlich ein idealer Film, um ihn auf seinem eigenen Pickelhöhepunkt zu entdecken und lieben zu lernen. Doch ich hatte damals leider nicht das Vergnügen - und er funktioniert noch immer und ist meiner Meinung nett gealtert. Mittlerweile zwar noch klarer Trash und nie ein wirklich ernst zu nehmender Beitrag zum Genre - aber definitiv kein Fehlschlag. Ganz im Gegenteil. Alle Beteiligten scheinen Spaß und Bock gehabt zu haben, ohne allzu auffällig auf den schnellen Rubel zu schielen. Und ein paar damaligen Playmates und späteren Pornostars (!) dabei zuzusehen, wie sie beispielsweise mit einer Gartenschere von hinten durch den Kopf in den Rachenraum (!) erstochen werden, kann doch unmöglich ganz schlecht sein, oder?!

Fazit: einer der trashigeren Slasher da draußen. Mehr Brüste als Opfer, mehr Sonne als Wonne, der mieseste Rap aller Zeiten, ein Killer, den man auf drei Meilen Entfernung enttarnt hat, dummste Dialoge und wenig eigene Ideen - und dennoch mag ich diesen Puschelslasher samt seiner sexy Damen sehr. Ein Guilty Pleasure, wenn es denn jemals eines gab. Hohl aber herzlich. Bier und Gleichgesinnte helfen ungemein! 

Details
Ähnliche Filme