Review

Kelly und ihre Freunde haben ein altes Gebäude auf Vordermann gebracht und einen Jugendtreff mit Tanzzentrum eingerichtet. Hier unterrichtet Kelly die Teens in Breakdance. Doch dann kommen Probleme auf sie zu, als eine Streetgang und ein Immobilienhai auftrumpfen.

Recht kurz nach Breakin Part One schoben die Produzenten Golam/Globus einen zweiten Teil hinterher, wenn sie nicht schon von vornherein Back to Back abgedreht wurden. Die drei Hauptcharaktere der TKO sind komplett mit an Bord, ebenso auch die rivalisierende Tanzgruppe der Electro Rock wenn auch in veränderter Aufstellung und sogar Ice-T darf erneut das Mikro vergewaltigen. Ob Actionprofi und Regisseur Sam Firstenberg am Anfang seiner Karriere sich gerne hieran erinnert, darf aber ziemlich bezweifelt werden. 
Nach dem glorreichen Ende der ersten Geschichte und dem Sieg bei der vermeintlich Karriere kickenden Audition, geht es in der Fortsetzung Back to the Roots. Dies tut dem Edelmut des Trios Kelly, Ozone und Turbo natürlich keinen Abbruch, denn ein Jugendzentrum wird durch einen pösen Purchen von Pauunternehmer vom Abriß bedroht. Ehrensache das die sie da aushelfen und innerhalb kürzester Zeit 200K an Dollars auftreiben müssen.
Originalitätspreise gewinnt die Story hier sowieso nicht und ist wie im Vorgänger oft mehr notwendiges Übel, um die Tanzeinlagen in einen verbindenden Rahmen zu integrieren. Wie der Film ausgeht ist jedem eh nach 10 Minuten klar, da kann man sein Hirn ruhig abschalten und die Musik und die Bewegung auf sich wirken lassen. Man hätte auch gerne auf die weitergespinnte Love Story Kelly/Ozone nebst stänkernder Ex verzichten dürfen, ebenso wie Turbos erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht.
Die große Stärke besteht aber immer wieder aus den tollen Moves der Beteiligten. In der Fortsetzungen wird sogar auf größere Gruppen gedacht, was in Breakin´doch ziemlich vernachlässigt wurde.Turbo bekommt wieder sowas wie einen Magic Dance an der Zimmerdecke, ähnlich wie sein Besentanz vormals, immerhin auch eine Art seltsamer Continuity. Tanzen stopt seit neuestem auch schonmal Bulldozer und löst auch sonst die gravierenden Probleme des Lebens.
Beide Breakin Filme schenken sich im Grunde nicht viel. Etwas naiv in der Story aber flott wenn das Tanzbein geschwungen wird. Wer zur Spitzenzeit des Breakdance ein junger beeinflußbarer Steppke war, hat den Film wahrscheinlich sowieso schon zu Hause und wer zur Techno Generation gehört, kann mit dem Gezeigten vermutlich herzlich wenig anfangen. Zeitzeugen werden aber eine gewisse Portion Spaß und Nostalgie erleben.
6/10

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