Review

Fortsetzung eines Horrorklassikers, die sich vor dem Original nicht zu verstecken braucht.

Story:
Nach den blutigen Vorfällen in Teil 1 kommt Kirsty nun in ein Sanatorium. Dort werkelt der teuflische Arzt Dr. Channard an seinen irren Patienten rum. Nebenbei fasziniert ihn auch noch das Geheimnis der Würfel. Er hat selber ein paar davon zu Hause und will nun mit Hilfe Kirstys die Würfel sich zu nutze machen. Als erstes holt er Julia zu Hilfe. Mittels eines brutalen Rituals holt er sie aus der Hölle zurück. Kirsty erkennt die Gefahr und geht nun mit Hilfe von Tiffany (die mit den Würfeln ganz gut umgehen kann) selbst in die Dämonenwelt um dem teuflischen Dr .Channard das Handwerk zu legen. Sie ruft Pinhead und seine Cenobiten zu Hilfe, doch Channard scheint schon zu mächtig.....
Tolle Fortsetzung des Kulthorrors, die ziemlich einfallsreich ist. Die Dialoge der Zenobiten sind cool und bösartig wie eh und je. Doch stehen sie jetzt vor einem Gegner, den sie eigentlich so nicht kennen. Einem bösen Menschen, der ihnen überlegen ist. Interessant vor allem,nun mal so ausführlich die Dämonenwelt zu sehen. Gut das man nicht probiert hat, eine bloße Kopie des ersten Teils zu machen, sondern neue Schauplätze zu wählen und dabei den Goreanteil noch weiter nach oben zu schrauben.

Musik:
Unheimlich und äußerst atmosphärisch, wirkt sie genauso gut wie im 1. Teil. Auch wenn sie nicht im Vordergrund steht sorgen allein die instrumentalen Klänge für einen Gänsehaut. Da wurde gewohnt erstklassige Arbeit geleistet.

Atmosphäre:
Zur unheimlichen Atmosphäre tragen zu aller erst mal die tollen Locations bei. Die fiese Anstalt mit den ganzen Irren und dem Doktor, der an Gehirnen rumexperimentiert ist einfach krank. Die Dämonenwelt wirkt dazu sehr interessant und düster. Dieses Steinlabyrinth mit den ganzen kahlen Gängen und den Wind, hat was von einer Alptraumwelt. Überzeugen können dazu noch die äußerst brutalen Effekte und Tode. Wenn dann der „transformierte“ Channard auftaucht werden Pinhead und Co mir sogar noch richtig sympathisch, sie tun einem sogar leid, wenn sie sterben. Der Mythos um die Dämonenwelt, der im 1. Teil geschickt aufgebaut wurde, wird hier innovativ und interessant gelüftet. Der Goreanteil ist da nur ein Extrabonus.

Schauspieler:
Clare Higgins spielt wie im ersten Teil Julia und macht dabei eine ähnlich reifende Erfahrung wie Ripley in den ersten beiden Alienteilen. Die Veränderung der Figur fand ich äußerst gelungen. Ähnliches lässt sich auch zu Ashley Laurence sagen. Sie spielt ihre Rolle noch eine Spur bösartiger und mieser als im 1. Teil. Positiv ist anzumerken, dass man die gleichen Schauspieler wie in Teil 1 verpflichten konnte, durch die man das gewohnte „Hellraiserfeeling“ bekommt und sich sofort zurechtfindet. Wenn man ihre Leistungen mit dem 1. Teil vergleicht lassen sich keine Schwächen offenbaren, die Schauspieler wirken sogar reifer und besser als im Original.

Fazit:
Tolle Fortsetzung, die mir noch besser gefällt als das Original. Düstere Atmosphäre, gute Darsteller, blutige Effekte und Pinhead. Schade, dass es danach mit der Serie so stark bergab ging.

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