Review

Gorige Fortsetzung des Kultklassikers, welche sogar mit dem Original gleichzieht. Da " Hellraiser " ein durchschlagender Erfolg wurde, kam gleich ein Jahr später die Fortsetzung in die Kinos. Clive Barker war zwar diesmal nicht als Regisseur tätig, schrieb aber das Drehbuch und wirkte bei der Produktion mit, zusammen mit Christopher Figg. Den Part der Regie übernahm der hier noch recht unerfahrene Tony Randell ( Ticks ), welcher hier eine beachtliche Leistung zeigte und den besten Film in seiner Regiekarriere kreierte. Leider fiel " Hellbound " den deutschen Zensoren in die Hände, welche den Film im Kino, sowie auf Video nur stark gekürzt erlaubten. Auch die Indizierung wurde ausgesprochen.
Story:
Kirsty Cotton ( Ashley Laurence ) erwacht in einer psychatrischen Anstalt unter der Leitung von Dr. Channard ( Kenneth Cranham ). Dieser will schon lange mal einen Blick in die Hölle riskieren. Mit Hilfe einer blutigen Matratze und einem Opfer bringt er Julia ( Claire Higgins ) ins Leben zurück. Zu guter Letzt öffnet die stumme Tiffany mit dem Zauberwürfel das Tor zur Hölle. Kirsty wittert die Chance ihren Vater retten zu können, doch sie stößt stattdessen auf Pinhead ( Doug Bradley ) und die Cenobiten. Der Terror beginnt von Neuem.

Schön wenn ein zweiter Teil das Niveau des Erstlings mitgehen kann. Eigentlich ist " Hellbound " meiner Meinung nach genauso gut, man bietet zwar storytechnisch nicht viel Neues, dafür ist die Umsetzung wesentlich rasanter und goriger ausgefallen. Selbst die Spannung erhöht sich stetig, wobei man auf richtige Schocks verzichten muss.
Christopher Young gibt seinen rein instrumentalen Score zum Besten, welcher die Spannung immer erhöht, dazu gibt es eine mehr als unheimliche Kulisse. Die Irrenanstalt hätte man trauriger und karger nicht mehr in Szene setzen können und die Hölle mit ihren endlosen Gängen und den blutigen Visionen nicht gruseliger.
Zudem kommt man gleich zur Sache und präsentiert viele blutige Goreeffekte, die F/X des Erstlings werden locker übertroffen. Morde, die Enstehungssequenz von Julia, Dr. Channard verwandelt sich in ein Monster und viele sehr blutige Visionen, oder Träume lassen den Gorefan auf seine Kosten kommen. Dabei sind die Goreszenen und das Make up schlichtweg brillant in Szene gesetzt und alles dazu noch handgemacht. Um in diesen Genuss zu kommen sollte man zur Unrated Version greifen. Pinhead und seine Cenobiten haben etwas mehr Screentime als im Vorgänger und die gegebenen Sprüche sind auch hier kultig. Auch nimmt der Film eine interessante Wendung, aufgrund dieser Veränderung sind eigentlich nicht die Cenobiten, oder Pinhead die fiesen Gestalten, nein, dank des verwandelten Doktors, welcher dann blutig mordend durch die Klinik zieht, wirken Die direkt sympatisch. Man merkt dass die Produzenten eigentlich nach " Hellbound " einen Schlussstrich ziehen wollten, doch weit gefehlt bis heute gibt es sieben Sequels.
Ashley Laurence ist wieder in der Rolle der kämperischen Kristy zu sehen und Claire Higgins als unsympatische Julia. Kenneth Cranham ist spitze, vor allem als Monster ( was steht heute auf dem Speiseplan ? Ahh, totale Ausweidung ). In einer Nebenrolle ist noch William Hope ( Submerged, Marksman ) als Assisstent Kyle zu sehen.

Fazit:
Braucht sich absolut nicht hinter dem Original zu verstecken. Solide Story, spannende und rasante Umsetzung. Handgemachte und ultrablutige Goreeffekte, inklusive perfektem Make up. Die Kulisse und der Score wirken sehr unheimlich und tragen enorm zur Spannung bei. Die Darsteller sind allesamt glaubwürdig.
Wie schon der erste Teil, absolut kultverdächtig, ein Muss für den Horrorfan.

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