Ein Jet Li Ballerfilm. Wer hätte das gedacht. Kaum Martial Arts, dafür Shootouts bis zum Umfallen. Leider ist das insgesamt nicht so doll umgesetzt worden.
Die Story: Jet Li spielt Alan, einen Bodyguard vom großen Kaliber. Ausgebildet für die schwierigsten Fälle usw. Er soll Michelle Yeung, die Freundin eines reichen Bürokraten beschützen, da sie Zeuge eines Mordes wurde. Der Täter ist ein hohes Tier und will unter allen Umständen verhindern, dass Michelle Yeung vor Gericht gegen ihn aussagen kann. Doch der Auftrag erweist sich als noch schwieriger als Alan in der Ausführung seiner Pflicht den Bruder eines Profikillers tötet (dieser Bruder war natürlich drauf und dran, Michelle zu töten). Der will nun Rache. Michelle ist für ihn nun nur noch zweitrangig. Er will Alan tot sehen.
Ja ja, eine simple Actionstory. Aber dass soll ja nicht weiter schlimm sein. Denn es geht ja schließlich um Action. Doch gerade bei der Action zeigt sich ein Schwachpunkt. Denn bei der genzen Ballerei steht Jet Li zu sehr als Sieger da. Okay, er soll ja gewinnen, aber es soll wenigstens so aussehen, wenn es machmal schlecht steht. Hier jedoch knallt er jeden Gegner zielgenau ab bevor dieser überhaupt richtig was machen. Fast jeder Gegner wird auf die Gleiche Weise erledigt: Gegner schiesst einmal, trifft nicht, Jet Li verpasst ihm einen sauberen tödlichen Treffer. Irgendwie doof, dass jeder Gegner mit einem Schuss erledigt wird. Richtige Feuergefechte fehlen einfach. Man hätte sich vielleicht ein bisschen bei John Woo bedienen sollen. Am Ende gibst dann zwar den obligatorischen Jet Li Fight, aber der ist auch nicht allzu gut. Die Techniken sind übertrieben. Das gibst zwar in fast allen Kung Fu Filmen auch, aber hier fehlt es eindeutig an Tempo.
Was dafür recht lustig ist, ist die Beziehung zwischen Jet und seinem Schützling. Denn erst können sie sich überhaupt nicht leiden, weil er so streng alles kontrolliert, was sie macht. Später verlieben sie sich natürlich. Dazwischen gibst es einfach nur superschräge Dialoge zwischen den beiden, bei denen der Unterschied der beiden Charaktere deutlich wird. Besonders als Michelle Alan über seine Beziehungen mit Frauen ausfragt, musste ich mich kaputtlachen. So was ähnliches in einem HK Actionfilm hab ich vorher nur bei Black Mask gesehen. Einfach nur ulkig.
Fazit: Ein Film zum einmal Anschauen. Viele, aber nicht sehr gute Action, dafür zwischendurch guter Humor. Als Jet Li Fan sollte sollte man ihn natürlich auch mal gesehen haben, aber gut ist er nicht. Aber auch nicht so schlecht, dass man ihn überhaupt nicht sehen kann. Nur was für Jet Li Fans halt (bin selber einer). 5/10