H.P.Lovecraft, dem Schöpfer des Cthulhu-Mythos, ist auf der Filmleinwand noch nicht Gerechtigkeit wiederfahren, denn die wahnsinnbringenden, unbeschreiblichen alten Götter, sehen dann im Zelluloidform doch immer sehr gewöhnlich und beschreibbar aus.
Deswegen hat man sich bei der Fortsetzung von „The Unnamable“, der bei uns aus nicht näher erklärbaren Gründen „The White Monster“ hieß, auch gleich auf eine einzelne Kreatur verlassen und lediglich ein paar Figuren und Namen aus dem Lovecraft-Mythos hineingewürfelt.
So heißt die Hauptfigur nun Randolph Carter, der Lovecraft-Afficionados durchaus bekannt sein dürfte, und dass der Überlebende des ersten Teils Howard heißt, weißt auch mehr auf den Autor hin, genauso wie die Verwendung der Arkham-Universität und des Necronomicons.
Leider ist der Rest des Films dann überwiegend unoriginell und wenn er auch direkt an Teil 1 anknüpft, so ist diese Fortsetzung eine dröge Angelegenheit. Der Film besteht einzig und allein aus einer endlos langen Verfolgungsjagd, nachdem Carter mit Hilfe von John Rhys-Davies, der allein so etwas wie Klasse mitbringt, aber baldigst stirbt, die symbiotische Monsterkreatur aufgespalten hat und mit der menschlichen Hälfte (weiblich, jung, nackt) stiften geht.
Demzufolge wird der Film mit sinnlosen Versteckspielchen gefüllt, während sich Pornostar Julie Strain als (deutlich maskierte) Kreatur durch den Campus häckselt. Was Carter bezweckt und wie er sein Girlie (dargestellt von der meistens nicht minder knappe Sachen tragenden Maria Ford) retten will, ist stets und ständig ziemlich unklar und irgendwann tendiert der Film ins Nervtötende, denn zwischendurch salbadern die Hauptfiguren sich auch noch einen Wolf zur moralischen Richtig/Falsch-Frage ihrer Handlungen.
Daß David Warner es sich im Unisessel kurz gemütlich macht, soll nicht über die Langeweile hinwegtäuschen, die auch das eine oder andere gorige Detail nicht aufhellen kann. Im Showdown (der total konfus ist) kommt dann auch noch Stuhl zu Ehren, dessen Funktion leider ungeklärt bleibt.
Generell bleibe man aber besser in der Nähe der Vorspultaste, denn die jungen Studenten sind kaum akzeptabler No-Name-Durchschnitt und in Deutschland ist das alles auch noch total fade synchronisiert.
Ich legs unter Einschlafhilfe ab. (3/10)