Wenig Horror, wenig Lovecraft, wenig gut
Direkt ansetzend an den Vorgänger obwohl in unserer echten Welt einige Jahre ins Land gezogen waren - davor ziehe ich meist den Hut und bin gespannt. Vor dem Gesamtergebnis "The Unnamable II" aber eher nicht... Wir folgen noch am Morgen der monströsen und tödlichen Nacht aus dem Original dem Uniprof und Mitstudenten, wie sie die Höhlen und unterirdischen Gänge unter dem Horrorhaus absuchen nach dem schrecklichen Monster aus cthulu'ischen Vorzeiten...
Eine Stufe unter der durchschnittlichen "Buffy"-Episode
Damit nicht mehr so viele "Sequellücken" in meiner filmischen Guckvita entstehen, schaue ich mir nun öfters direkt ganze (Horror-)Reihen an, wenn ich denn eh schon angefangen habe. Zumindest habe ich mir das vorgenommen. Ein "The Unnamable II" lässt mich an diesem Vorsatz aber direkt mal zweifeln, macht er zwar vieles anders als der durchschnittliche Vorgänger, vieles aber auch komplett genreentfremdet und quatschig. Bei seinen zwei, drei Schauspielikonen wie Rhys-Davies muss sich "Unnamable II" bedaken. Ohne diese Herren und Legenden wäre er komplett abgesoffen. So bleibt er als Abenteuerfilm mit nur sehr vagen Horrorelementen noch guckbar und okay. Aber enttäuscht hat er mich trotzdem ganz schön heftig. Und dass muss man nach einem solch unaufgeregten und blassen Part 1 auch erstmal schaffen. Eigentlich kann man es dann doch nur besser machen. Aber hier nicht. "Unnamable II" wirkt eher wie eine TV-Produktion, einige Höhlen, Gänge und Kammern scheinen solide. Doch die meiste Zeit hing ich an den Lippen der Legenden. Einem John "Gimli" Rhys-Davies gucke und höre ich immer gerne zu. Selbst in Schmarn. Und so muss ich "Unnamable II" leider dann doch die meiste Zeit betiteln. Nicht spannend und nicht spektakulär, nicht gruselig und nicht actionreich, nicht packend und nicht aufwändig, nicht clever und nicht mehr wirklich "Unnamable" wie man ihn sich erhofft. Falls man dem "Franchise" (?) überhaupt eine Identität unterstellen kann. Das ist dann doch blöd. Nur Julie Strain ist und bleibt anbetungswürdig.
Fazit: die paar Veteranen helfen leider nicht über ein gewisses Maß an "nett". "The Unnamable II" ist eher abenteuerlich öde und staubig. Ziemlich vergebene Sequelmühe.