Vom Regisseur des letztjährigen Kinohits "Haus über Kopf" kommt nun eine turbulente Familienkomödie, in der Vin Diesel die Hauptrolle spielt. Er tritt somit quasi die Nachfolge von Arni an, der ja auch Anfang der 90er mit "Der Kindergarten Cop" einen solchen, recht erfolgreichen, Film drehte. Das der "Pacifier" in Deutschland "Babynator" heißt, is natürlich rein zufäliig und soll natürlich keinesfalls auf die Popularität vom "Terminator"-Arnie schielen. Ja, ja...die deutsche Titelgeberei ist schon was feines.
Vin Diesel spielt hier den Navy Seal Shane Wolf, der seinen letzten Auftrag verpatzt, woduch die zu beschützende Person, Professor Plummer, ums Leben kommt. Doch schnell bemerken die Regierungsleute, das die Daten des wichtigsten Projektes des Professors, das Programm "Ghost" nicht in seinen Labors auffindbar sind. Und da ja schließlich auch Andere an diesem sehr mächtigen Programm interessiert sind, muss schnellstens gehandelt werden. Man vermutet, dass es irgendwo im Wohnhaus der Plummers versteckt sein muss. Shane bekommt die Chance seinen Fehler wieder gut zumachen, indem er bei den Plummers einzieht, die Kinder vor den Terroristen beschützt und nebenbei das Programm sucht. Das Chaos kann beginnen...
Wie schon einst Arnold Schwarzenegger, kann auch Vin Diesel in dieser Rolle durchaus überzeugen. Er spielt hier den harten Militärkerl Shane, der mit Disziplin und Strenge versucht, die Kinder zum Benehmen zu zwingen, was ihn nicht gerade beliebt macht. Chaotische Szenarien sind somit vorgrogrammiert, zumal die Kinder mit Streichen versuchen ihn loszuwerden. Doch auch an der Schule scheint es bei den Kindern nicht wirklich optimal zu laufen, vor allem der "Wrestlinglehrer" mag Plummers Ältesten überhaupt nicht. Dies führt dazu das auch Shane diesen "harten Kerl" nicht wirklich mag. Als er von ihm herrausgefordert wird, zeigt er dem "Profiwrestler"erst einmal wie man richig kämpft. Je mehr Probleme Shane mit den Kindern bewältigen muss, desto mehr wachsen sie ihm ans Herz, und letztendlich zeigt sich, das der harte Kern innen doch weich und herzlich ist.
Aber auch die Besetzungen der Nebenrollen können überzeugen, vor allen die Darsteller der Kinder aber auch Brad Garrett, der hier den widerlichen Wrestlingcoach und Vizerektor Murney spielt. Das die Story ansich relativ kinderfreundlich ist, scheint logisch, handelt es sich doch um eine Familienkomödie. Jedoch ist sie nicht so oberflächlich wie andere Vertreter dieses Genres, denn hier wird teilweise richtig auf die Entwicklung einzelner Figuren eingegangen (z.b. die Wandlung von Seth (gespielt von Max Thieriot)). Klar ist dies nicht so tiefgründig wie in einer Charakterstudie, aber immerhin ist er Wille vorhanden, mal nicht einen 08/15-Müll abzuliefern, der inhaltlich flacher ist wie Holland. Und auch wenn das Ende des Filmes nicht unbedingt wirklich einfallsreich ist, trübt es dennoch nicht den vorherigen positiven Gesamteindruck.
Nebenbei gibt es auch etliches an Action zu bestauen, die allerdings unblutig ist, ansonsten würde der Streifen sein Zielpublikum verfehlen. Geboten werden unter anderem Explosionen und Prügeleien, was dem Film einen gewissen Touch verleiht und ihn auch für ältere Semester noch interessant macht.
Zu guter Letzt bleibt nicht mehr zu sagen, als das der "Babynator" ein wirklich gelungener und unterhaltsamer Film für die ganze Familie geworden ist, den man bedenkenlos empfehlen kann. Lustig, turbultent und mit Action garniert - was will man mehr?
7 von 10 Punkten.