Vater John (Lee van Cleef) ist Pfarrer in der kleinen Stadt Juno. Alles ist friedlich bis eines Tages die Gang um Sam Clayton (Jack Palance) auftaucht. Nach einem Banküberfall wollen sie "nur" etwas im lokalen Saloon feiern. Bei einem Pokerspiel eskaliert die Situation und Jess Clayton (Robert Lipton) tötet einen Mitspieler. Die anderen schauen alle weg: Clayten Senior argumentert: "jeder hat gesehen es war Notwehr". Dennoch verziehen sich die Claytons. Der Sheriff ist froh nichts zu müssen und Jenny (Sybil Danning) - die Saloonbesitzern - ist wütend auf ihre Gäste/Nachbarn. Da kommt Vater John gerade recht. Der schnappt sich seine Bibel und das Pferd des Sheriffs und reitet den Banditen hinterher. Tatsächlich ist er erfolgreich und kann den Übeltäter Jess stellen und ins Gefängnis bringen. Doch damit fängt das Unheil erst an - denn die Claytons nehmen Rache an der Stadt. Zuerst kommt der Richter dran, dann wird Jess befreit und schlussendlich Vater John erschossen. Johnny (Leif Garrett) - der Sohn von Jenny und Ziehsohn von Vater John macht sich daraufhin auf den Weg dessen Zwillingsbruder - einen ehemaligen Pistolero - in Mexiko zu finden...
Auch die Zweitsichtung hat mir gut gefallen. Der Film ist ein klassischer Italo-Western. Die Helden sind heldenhaft, die Schurken schurkig. Lee van Cleef in Doppelrolle mit vollem Haupthaar ist gewohnt souverän. Jack Palance spielt etwas drüber - er hat einen leicht grenzdebilen Ausdruck - das passt nicht ganz zum harten Bandenchef. Die Henchmen sind unauffällig und tun was sie sollen: vornehmlich sterben. Bleiben noch Sybil Danning (ungewohnt züchtig) und Leif Garrett. Vor allem letzterer spielt ebenfalls unauffällig - was bei Kinderrollen für mich ein Segen ist. Sprich: Kind ist im Film nicht nervig.
Empfehle den Film weiterhin an interessierte Italo-Western-Fans und kann die eher unterdurchschnittlichen Kritiken nicht nachvollziehen. Der Score ist auch gut und geht ins Ohr.