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Bumskanone Rolf Eden meint, er würde Kinski die Vergreifung (Wir erinnern uns an Paola Kinski und ihr Buch) nicht zutrauen. Er hätte ihn bei den Dreharbeiten zu Entebbe (Eden ist der Co-Pilot) kennengelernt. War immer anständig, dufte und so. Solche Aussagen sind Grund genug den Entebbe-Film mal rauszusuchen.

Es ist ein ziemlich derb-schmalziges Machwerk. Soll heißen: es gibt eine sehr heroische und nationalistisch ausgelegte Sichtweise auf dieses Geiseldrama. Natürlich nicht zu unrecht - die Israelies haben ja ganze Arbeit geleistet. Außerdem hält sich der Film wohl an die tatsächlichen Fakten. Es gibt zu der Aktion einen ganzen Arschvoll Filme die ich nicht kenne. Man möge sich daher bei Interesse selber informieren.

Die 120 Minuten hier sind doch sehr zäh. Das Ende ist passabel. Hier zeigt das Israelische Kommando – wenn losgelassen – einen schnörkellosen und knochentrockenen Job. Wilfried Böse (Kinski) als Oberdrahtzieher bleibt ziemlich blass und ist auch als einer der ersten dran. Er flucht nur ein paar Mal: "Halt die Schnauze" und ist sonst sehr "besonnen". Da der Film sicherlich kein Unterhaltungsfilm im eigentlichen Sinne sein will, geht er i. O. Wer mehr auf die Action schielt, sollte bei Delta Force bleiben (so mach ich´s auch!). Regisseur Menahem Golan hat es da noch mal in der Hollywood-Variante versucht und ein besseres Werk abgeliefert. 5/10

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