“You realized we don`t even need these, you know ?” – “Yeah, but it`s fun , isn`t it ?“
Zwei brutale Drogendealer werden eines nachts von zwei Engeln beim Liebesspiel in Vampire verwandelt und fristen von dort an ein Untotendasein. Ihre neuen Kräfte nutzen sie zunächst einmal für einen persönlichen Rachefeldzug, ehe auch ein Dämon auf die beiden aufmerksam wird.
Man sollte meinen, dass die Grundidee für einen Amateurstreifen schon sehr originell ausgefallen ist. Und tatsächlich kann das mysteriöse Treiben, dessen genauer Sinn und Zweck leider nicht ganz deutlich wird, in einigen Szenen durchaus so etwas wie Atmosphäre erzeugen, die durch den ebenfalls sehr überzeugenden und stimmigen Score gut unterstützt wird. Zudem kann man sich auch über einige nett gemachte Effekte freuen, die nicht übermäßig hart rüberkommen, aber teilweise nicht mehr bieten als pure (S-)exploitation, die für die Handlung keinen nennenswerten Sinn hat und daher nicht zu Unrecht den Vorwurf des puren Selbstzwecks nach sich ziehen. Auch kann man sich darüber streiten, ob die ebenfalls deutlich unterbudgetierten Actionszenen, insbesondere einer ausgiebigen Schiesserei in einem Lagerhaus, in diesem Streifen überhaupt eine Daseinsberechtigung haben – trotz der Mühen, die in diesen merklich stecken. Obiger Dialog findet in eben jener Ballerei statt und bringt uns mit einer einfachen Frage die schlichte Intention dieses Szenarios, wenn auch unfreiwillig, näher. Die Antwort bleibt dabei jedem selbst überlassen.
Beim „Rest“ sieht es ebenfalls mager aus. Zum einen muss man den Machern vorwerfen, bei der Post-Production geschlampt zu haben: Das Hintergrundrauschen bei ruhigen Szenen, dass bei jeder Kameraeinstellung die Intensität wechselt ist genau so nervtötend wie die Tonqualität mancher Dialoge. Sicher ein Zeugnis des begrenzten Budgets, doch trotzdem ist dieser Makel mehr als aufdringlich und stört bei den betreffenden Szenen die Atmosphäre erheblich. Technisch überzeugend sind wie gesagt nur der Score, der manche dieser Szenen sicher hätte retten können, und die Effekte.
Schauspielerisch gibt es im Grunde nichts zu meckern: Brian Paulin und Rich George haben an ihren Rollen sichtlich Spaß, können diesen allerdings aufgrund des schwachen Drehbuchs nicht auf den Zuschauer übertragen. Auch die weiblichen Parts agieren insgesamt sehr überzeugend, auch wenn deren Hauptaufgabe meist darin besteht, ihre (durchaus ansehnlichen) Kurven in die Kamera zu halten.
Mit „At Dawn They Sleep“ liefert Horrorfilm-Fan Brian Paulin im Vergleich mit dem überzeugenden „Bone Sickness“ ein deutliches schwächeres Werk ab, das zwar seine starken Momente hat, aber insgesamt zu langatmig und unausgegoren wirkt. Auch hier sei wieder auf obigen Dialog verwiesen. Have Fun...or not.