Tony Anthony ist schon ein interessanter Darsteller. Schauspielerisch versucht er sich immer in Richtung Method Actor indem er seine Figuren immer ganz besonders (merkwürdig) anlegt, allerdings geht meiner Meinung nach der Schuss immer nach hinten los, aber auf eine schwer unterhaltsame Weise. Ich liebe diesen Stranger.
In "Das Geheimnis der 4 Kronjuwelen" spielt er einen Abenteurer mit dem obercoolen Namen J.T. Striker der den Auftrag erhält die titelgebenden 4 Kronjuwelen zu entwenden um das Böse in Form von Sektenführer Bruder Jonas, so eine Mischung aus Dracula mit Bart, Opernsänger im Stimmbruch und Badekappenverleiher in Darmstadt, zu besiegen.
Die Handlung stolpert von einer Falle zur nächsten bis auf den Mittelteil, da rekrutiert Striker noch ein paar alte Buddys um ihn bei seinem Auftrag zu unterstützen.
Da wären einmal ein Alkoholkranker, ein Herzkranker, ein Buchhalter und eine bezaubernde Luftakrobatin - wer hier überlebt ist, glaube ich, nicht schwer zu erraten, hier wollte Striker wohl mit wenigen die Belohnung teilen.
Die Jagd führt sie dann durch tödliche Tempelanlagen, geheimnisvollen Kultstätten und einer finalen Konfrontation die den Film dann vollends ins Fantasy-Genre kippen lässt.
Explodierende Kruzifixe, fliegende Feuerkugeln und rotierende Köpfe - das alles ist in Richtung Kamera gefilmt weil der Film in 3D gedreht wurde. Allerdings habe ich den Film damals in einer sogenannten Flat-Kopie als 2D Version im Kino gesehen und auch die Videofassung ist in 2D.
Was den Film aber dann noch einmal hervorhebt ist der fantastische Score von Ennio Morricone, das fühlt sich dann ein bisschen an als hätte sich ein Michelin-Koch in die Pommesbude verirrt, hebt aber ungemein die Stimmung und Atmosphäre des Filmes.
Fazit: Mit "Das Geheimnis der 4 Kronjuwelen" versuchte Regisseur Ferdinando Baldi den Nerv der frühen 80er Jahre Abenteurerfilme zu treffen, irgendwo zwischen Indiana Jones mit unterhaltsamen B-Movie Charme.
Die Handlung ist eine hanebüchene Abenteuer-Quatsch-Gurke mit Fantasy-Einschlag - aber getragen von einem großartigem Score von Ennio Morricone, die deutlich ambitionierter klingt als der Film aussieht .
Dennoch: Zwischen all dem 3D, hier fliegt sekündlich alles in die Kamera, der unfreiwilligen Komik und der dramatischen Musik entfaltet Das Geheimnis der 4 Kronjuwelen einen unglaublichen ganz eigenen Charme.
Einen klebrig-trashigen Charme der mir echt Spaß gemacht hat.