Review
von Leimbacher-Mario
He Came(a)Lot
Eine cannon'sche Verfilmung der „Sage des grünen Ritters“, die man nur als ziemlich misslungen ablegen kann. Ablegen, nicht abspeichern. Denn dieses „Stück“ will man schnell vergessen… Erzählt wird vom jungen Ritter Gawain, der eine Wette mit dem legendären grünen Ritter (007 Himself!) verliert, es nicht schafft, dessen Kopf endgültig vom Körper zu schlagen. Nun hat er ein Jahr Zeit sich auf dessen Rache und Belohnung vorzubereiten, ein Rätsel zu lösen und über sein Reisen quer durch das Land zu reifen…
Als kleine Vorbereitung auf die kommende A24-Version der legendären Geschichte ist diese Cannon-Produktion leider kein Maßstab. Hoffentlich zumindest. Wenn ein Film selbst von gut aufgelegten Cushings und Connerys nicht zu retten ist, dann muss er enorm tief gesunken sein. Und das ist „The Sword of the Valiant“ mit Fehl und Tadel. Wenige Filme, die ich in diesem Jahr gesehen habe, haben mich derart angeödet. 007 als markanter grüner Knight ist fein, Cushing kann nicht schlecht, egal welches Kaliber der Film hat. Doch ansonsten ist das mittelalterliche Müdigkeit mit Männern in Mattstrumpfhosen. Die Geschichte gibt eigentlich unendlich viel mehr her, Miles O'Keeffe kann keinen Film tragen, das Gedudel im Hintergrund ist durchgehend nervtötend, die Kämpfe pendeln zwischen unspektakulär und peinlich schlecht. Overacting ist an der Tagesordnung. Die Kostüme sieht man heutzutage jedes Frühjahr in Köln authentischer. Da wackelt mal ein Schwert, da verrutscht mal ein Perrücke. Die Frisuren sind eh der Knaller. Dieser stinkende Schwertfisch ist für die Tonne. Die Version von '73 soll besser sein. Kenne ich aber nicht. Selbst die Fernsehversion aus den 90ern soll viel besser sein. Sagt mir aber auch nichts. Macht nix. Ich warte auf Dev Patel und seine Krone.
Fazit: ein theatralisch-steifes Stück Kinokäse. Schlechte Perücken, schlechte (Zusammenfassung der) Geschichte, schlechtes Pacing, schlechte Balance, schlechte Effekte. Näher an Monty Pythons heiligem Gral als an Excalibur. Nur in nicht lustig. Da helfen selbst Connery und Cushing kaum mehr.