Die US-Regierung führt einen inofffiziellen Krieg gegen das kolumbianische Cali-Kartell. Spannender wie aktueller Stoff für einen weiteren Einsatz des sympathischen CIA-Agenten Jack Ryan, der es in "Das Kartell" nicht nur mit den Drogenbaronen an sich sondern auch mit Feinden in den eigenen Reihen zu tun bekommt.
Regisseur Phillip Noyce und Harrison Ford, das passt einfach! "Das Kartell" kommt noch packender und actionreicher daher, als die bereits ohne Frage hochklassige "Stunde der Patrioten". In tollen Bildern, die zweifelsohne in der explosiven Konvoiattacke ihren Höhepunkt finden, treibt Noyce den Zuschauer durch Ryans zu keinem Zeitpunkt langweilige Mission, sei es auf amerikanischem Boden oder in den gefährlichen Gassen Bogotas. Neben den abwechslungsgreichen Schauplätzen überzeugt vor allem die dosiert eingesetzte aber qualitativ bestechend gute Action. Genannt habe ich bereits die furiose Hinterhof-Attacke auf einen US-Konvoi, doch es kommen noch realistisch inszenierte Gefechte mit Kartelltruppen, lasergelenkte Bomben und heimtückische Morde hinzu. Zum Actionfilm wird "Das Kartell" dennoch nicht. Es gelingt durchgehend, auf der Ebene eines zwar nciht anspruchsvollen aber ungemein spannenden Politthrillers zu bleiben, was dem Film in jeder Hinsicht zu Gute kommt.
Klasse ist auch die Besetzung ausgefallen: Harrison Ford ist über jeden Zweifel erhaben und schlicht wie für diese Rolle geschaffen. Absolut in Ordnung gehen auch die Darbietungen von Willem Dafoe und Anne Archer, wenn gleich sie gegen die Dominanz Fords nicht viel ausrichten können. Sehr stimmig und glaubhaft wurde mit Miguel Sandoval,Joaquim de Almeida und Henry Czerny im Weiteren die Seite des Bösen besetzt.
Fazit: Die Jack Ryans kommen und gehen, Harrison Ford jedoch ist eindeutig die Bestbesetzung für diese faszinierende Rolle. "Das Kartell" zähle ich zu meinen persönlichen All-Time-Favorites des Politthriller-Genres, ein perfekt inszenierter Blockbuster, der selbst nach dem fünften Ansehen noch fasziniert. Hier stimmt praktisch alles!